Schlaganfall

Hirnschlag

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Der akute Schlaganfall oder Hirnschlag ist, wie beispielsweise ein Herzinfarkt, ein medizinischer Notfall. Schnelles, überlegtes Handeln kann Leben retten und Folgeschäden verringern.

Der Hirnschlag – auch Schlaganfall genannt – stellt die dritthäufigste Todesursache, nach den Herz- und Krebserkrankungen, in den westlichen Ländern dar und ist die häufigste Ursache für eine im Erwachsenenalter erworbene Behinderung.

Je nach betroffener Hirnregion kann es zu Sprachstörungen (undeutliche Sprache oder Sprachverständnisstörungen), Sehstörungen (Doppelbilder, „Schwarzwerden vor einem Auge“, halbseitige Gesichtsfeldstörungen), Gefühlsstörungen oder Schwächen einer Gesichtshälfte, eines Armes, eines Beins oder einer ganzen Körperseite kommen. Daneben können Schwindel, Schluckstörungen, Wahrnehmungsstörungen und Beeinträchtigungen der Koordination und des Gehens auftreten. Kopfschmerzen sind kein typisches Zeichen eines Hirnschlags, können aber je nach Lokalisation der Durchblutungsstörung und insbesondere auch bei Hirnblutungen auftreten.

Der Schlaganfall ist zu unterscheiden von der umgangssprachlich benannten "Streifung" oder "Schlägli". Diese sogenannte transitorische ischämische Attacke (TIA) ist eine vorübergehende neurologische Funktionsstörung, die durch eine kurzzeitige Unterbrechung der Durchblutung einer bestimmten Hirnregion oder der Netzhaut verursacht wird. Definitionsgemäss halten die Symptome weniger als 24 Stunden an. Die durchschnittliche Dauer der TIA liegt bei 85 Prozent der betroffenen Patienten unter 60 Minuten. Die TIA ist ein häufiger Vorbote eines Schlaganfalls. Bei notfallmässiger Abklärung und Therapie kann man das Schlaganfallrisiko um bis zu 80 Prozent reduzieren.

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Georg Kägi

PD Dr. Georg Kägi

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Jochen Vehoff

Dr. Jochen Vehoff

Stv. Leiter, Leiter Neurovaskuläre Ambulanz
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