Stroke Unit

Die Stroke Unit ist die örtlich definierte Struktur des Schlaganfallszentrums und umfasst die neurovaskuläre Intensivstation (NIPS) mit monitorisierten Betten und die Schlaganfallstation mit nicht monitorisierten Betten.

Neurovaskuläre Intensivstation (NIPS)

Haus 04, 9. Stockwerk

Die NIPS ist integraler Bestandteil des Schlaganfallzentrums am Kantonsspital St. Gallen und eine funktionelle Untereinheit der multidisziplinären Medizinisch/Neurologischen Intensivstation. Sie ist spezifisch auf die betrieblichen Abläufe innerhalb des Stroke Teams abgestimmt.

Ziel und Zweck ist die Überwachung und das kontinuierliche Monitoring von Patienten zur Erkennung und Vermeidung neurologischer und internistischer Komplikationen nach einem Hirnschlag resp. nach der spezifischen Hirnschlag-Hyperakuttherapie.

Pro Jahr werden derzeit mehr als 800 Patienten betreut (vorwiegend akute Patienten mit Hirnschlägen und neurovaskulären Erkrankungen). 

Die Struktur der Neurovaskulären Intensivstation ermöglicht:

  1. eine rasche interdisziplinäre (v.a. neurologische, neurovaskuläre, intensivmedizinische, kardiologisch-internistische und neuroradiologische) Diagnostik und somit die Ursachenabklärung eines Hirnschlags und
  2. eine rasche, spezifisch neurovaskuläre, allgemein-internistische, sowie intensiv-medizinische Behandlung von Schlaganfallpatienten nach Einleitung von Diagnostik und Behandlung in der Hyperakutphase auf der Zentralen Notfallaufnahme. Zusammen mit der interdisziplinären Frührehabilitation (Neuropsychologie, Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie und Pflege) wird die Schlaganfallbehandlung optimiert im Hinblick auf die spätere Reintegration des Patienten.

 

Qualitätsindikatoren in dieser Phase umfassen:

  • die periodische Einschätzung des neurologischen Zustandsbildes während 24 Stunden;
  • das kontinuierliche Monitoring von Blutdruck, Herzfrequenz, EKG, Atmung, Temperatur, O2-Sättigung, intrakraniellem Druck, EEG, evozierten Potentialen;
  • die Ultraschalluntersuchung (farbkodierte Duplexuntersuchung) extra-und intrakraniell innerhalb der ersten 24 Stunden und jederzeit bei Bedarf im weiteren Verlauf;
  • die transkranielle Duplexsonografie im Rahmen des Monitorings und für funktionelle Untersuchungen;
  • die logopädische Abklärung von Schluckstörungen;
  • die zeitgerechte Indikation der neurochirurgischen Dekompression in Fällen von malignem Hirnödem;
  • die Klassifizierung der Schlaganfallätiologie innerhalb von 24 bis maximal 72 Stunden und die entsprechend korrekte Einleitung der Sekundärprophylaxe;
  • die frühe Einschätzung der Funktionsausfälle im Rahmen der Frührehabilitation.

 

Für die Verlegung auf die NIPS gelten definierte Indikationskriterien.

Für die Kernprozesse der Schlaganfallbehandlung wurde ein Qualitätsstandard ,,Abklärung, Behandlung und Betreuung in der Neurovaskulären Intensivstation" erarbeitet. Ziel ist die rasche und qualitativ hochstehende Abklärung, Behandlung und Betreuung von neurovaskulären Patienten durch das Stroke Team.

Schlaganfallstation

Haus 04, 8. und 9. Stockwerke

Die Stroke Unit umfasst zusätzlich zur NIPS eine Schlaganfallstation mit nicht-monitorisierten Betten für Hirnschlagpatienten auf dem 8. (Privatpatienten) und 9. Stock (Allgemeinpatienten) des Hauses 04, in unmittelbarer Nachbarschaft zur NIPS.

Dies ermöglicht die nahtlose Weiterbetreuung und Fortsetzung der Frührehabilitation nach der Akutphase und bei Bedarf eine verbesserte, fachspezifische Überwachung.

Schlaganfallstation

  • Bettenstation 0409, Zimmer 040905, 040906:
    6 Betten für Allgemeinpatienten

 

  • Bettenstation 0408, Zimmer 040809a, 040809b, 040810:
    4 Betten für Privatpatienten

Früh-Neurorehabilitation

Stationäre Rehabilitation

Im Rahmen der stationären Rehabilitation finden Rehavisiten und Konsilien auf der Stroke Unit mit Rehamediziner und Vertretern einzelner Therapiebereiche jeden Freitagmorgen statt. Zusätzlich gibt es jeweils mittwochs eine Rehavisite mit dem neurovaskulären Ober-/ Kaderarzt sowie den Therapeuten und Neuropsychologen.

Ambulante Rehabilitation

Seit 2016 bieten wir eine strukturierte Rehasprechstunde 1x/Woche an, welche durch einen Rehamediziner geleitet wird. In dieser Sprechstunde werden alle revaskularisierten Schlaganfallpatienten sowie jüngere Schlaganfallpatienten physisch nachkontrolliert und bezüglich Sekundärprophylaxe und Rehabedarf nochmals überprüft.