Äussere Anwendungen in der Pflege

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Wickel und Kompressen gehören zu den äusseren Anwendungen und hatten schon früher in der traditionellen Volksmedizin ihren Platz. In der Anthroposophischen Medizin sind sie als therapeutische Intervention aufgenommen und in das Behandlungskonzept integriert worden.

Mit Tüchern werden Substanzen auf die Haut aufgebracht und dort befestigt. Durch den umhüllenden Wickel entsteht eine Art zweite Haut, die Grenze und Stütze gibt. Die einzigartige Verbindung von Wärme/Hitze oder Kühle/Kälte mit Feuchtigkeit oder Trockenheit bildet eine Art „klimatische Hülle“, in der sich die spezifischen Wirkungen von Substanzen, zum Beispiel Kamille oder Schafgarbe, entfalten können. Nach einer Anwendung fühlt man sich erfrischt und erholt.

Wickel und Kompressen führen unter anderem zu einer vermehrten Durchblutung, wirken gegen Schmerzen und fördern die Ausscheidungsvorgänge. Die Wirkung der verordneten Substanz (Tee, Salbe oder Öl) unterstützt spezifisch bei den verschiedensten Beschwerden wie Müdigkeit, Verspannung, Schmerzen, Unruhe usw.

Rhythmische Einreibungen nach Wegman/Hauschka

Rhythmische Einreibungen nach Wegman/Hauschka sind pflegerische Körperanwendungen, die Anfang letzen Jahrhunderts als Bestandteil des Therapiekonzepts der Anthroposophischen Medizin von den beiden Ärztinnen Dr. Ita Wegman und Dr. Margarete Hauschka entwickelt wurden.

Bei dieser Behandlungsmethode beruht die Berührungsqualität auf rhythmischen Prinzipien. Mit achtsamen, fein geführten Bewegungen werden medizinische Öle und Salben auf den Körper entweder in Teil- oder Ganzkörpereinreibungen aufgetragen.

Die Wirkung der Einreibungen ist sowohl vorbeugend wie auch therapeutisch. Die behutsamen Berührungen regen den geschwächten Organismus an. Sie unterstützen den Menschen in seiner Eigenwahrnehmung und steigern die Vitalität.