Affenpocken / Affenpocken-Impfung

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Seit Mai 2022 wird weltweit ein Anstieg von Infektion mit dem Affenpockenvirus verzeichnet. Auf dieser Seite finden Sie einige Infos zur Erkrankung sowie zur Impfung.

Informationen zu Affenpocken 

Affenpocken (monkeypox, kurz: MPX) sind eine seltene Virusinfektion, die durch das Affenpockenvirus verursacht werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist vor allem bei engem Kontakt möglich. Als Hautübertragungsweg für MPX-Viren gilt enger und längerer Haut- und Schleimhautkontakt - auch während dem Sex. Besonders ansteckend ist der direkte Kontakt mit Hautläsionen (Ausschlag, Bläschen, Pusteln, Schorf) von infizierten Personen. 

Symptome

Die ersten Symptome einer Affenpocken-Infektion sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Schüttelfrost und Erschöpfung können ebenfalls auftreten. Typischerweise entwickelt sich in der Folge ein Hautausschlag (Exanthem). Es bilden sich Bläschen oder Pusteln, die den Pocken gleichen. Der Ausschlag beginnt oft im Gesicht oder Kopfbereich und breitet sich dann auf den ganzen Körper aus. Auch Handflächen, Fusssohlen und die Genitalien können betroffen sein. Aktuell sehen wir auch viele Fälle, die nur vereinzelte Hautveränderungen haben. 

Die Krankheit heilt in der Regel von alleine ab, kann aber sehr schmerzhaft sein. In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen kommen. 

Affenpocken-Impfung 

Zur Impfung gegen Affenpocken wird in der Schweiz ein abgeschwächter Lebendimpfstoff gegen Pocken eingesetzt, Jynneos® (Hersteller: Bavaria Nordic). Der Impfstoff ist auch gegen Affenpocken wirksam und in der Regel gut verträglich. 

Für wen ist die Impfung empfohlen?

Die Impfung wird speziell exponierten Männern empfohlen. Dazu zählen:

  • MSM (Männer, die Sex mit Männern haben) mit wechselnden Sexualpartnern
  • Trans-Personen mit wechselnden männlichen Sexualpartner

Optional können sich auch Gesundheitsfachpersonen impfen lassen, die aus beruflichen Gründen gegenüber Affenpocken exponiert sind, wobei wir bei der Einhaltung der Schutzmassnahmen von keinem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgehen. Die Impfung der breiten Bevölkerung ist derzeit nicht empfohlen. 

Wann sollte keine Impfung erfolgen? 

Keine Impfung sollte erfolgen bei Personen, die eine Affenpocken-Infektion bereits durchgemacht haben oder im Ausland bereits gegen Affenpocken geimpft wurden. Die Impfung gegen die Echten Pocken (Variola), die bis in die 1970er Jahre in der Schweiz durchgeführt wurde, bietet auch einen Schutz gegen Affenpocken. Deshalb reicht in der Regel eine Impfdosis statt zwei.  

Hinweis: Der Impfstoff Jynneos® hat keine Zulassung in der Schweiz. Es handelt sich um eine sogenannte "no-label" Impfung. Sie müssen vor der Impfung daher eine Einverständniserklärung unterschreiben. 

Anmeldung zur Impfung

Eine Impfung ist vorbeugend (prophylaktisch) möglich oder nach engem Kontakt zu einer Person mit bestätigter Affenpocken-Infektion (Postexpositions-Prophylaxe).

  • Vorbeugende Schutzimpfung  Bitte melden Sie sich telefonisch für einen Termin im Ambulatorium: Tel +41 71 494 10 28  Bitte bringen Sie das ausgefüllte Einverständnis-Formular mit. 
  • Nachträgliche Impfung (Postexposition): Bitte melden Sie sich telefonisch in unserem Ambulatorium. Ausserhalb der Öffnungszeiten lassen Sie sich telefonisch via Zentrale mit dem Dienstarzt Infektiologie verbinden.  

Personen aus exponierten Gruppen mit Wohnsitz in den Kantonen SG, AI und AR können sich am Kantonsspital St.Gallen impfen lassen. Wenn Sie Schwierigkeiten mit der Finanzierung der Anreise haben, melden Sie sich bei der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (www.ahsga.ch/kontakt).

Begrenzte Verfügbarkeit

Da die Menge an verfügbarem Impfstoff derzeit begrenzt ist, wird zunächst nur eine Impfdosis verabreicht. Die Impfung ist kostenlos, die Kosten werden vom Bund übernommen. 

Ambulatorium der Klinik für Infektiologie/Spitalhygiene
Tel +41 71 494 10 28
infektiologie@kssg.ch
Haus 20, 2. Stock

Zeiten
Montag bis Freitag
08:00 - 12:00 und 14:00 - 17:00 Uhr