Myome und gutartige Tumore

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Das Gebärmutter-Myom (Uterus-Myom) ist die häufigste gutartige Geschwulst der Gebärmutter, welche starke oder verlängerte Regelblutungen, Blasenprobleme, Schmerzen und Unfruchtbarkeit verursachen kann.

Das Kantonsspital St.Gallen bietet verschiedene Behandlungsmethoden an, jeweils abhängig von der Grösse des Myoms. 

Was sind Gebärmutter-Myome?

Gebärmutter-Myome sind gutartige Geschwülste, die von der Muskulatur der Gebärmutterwand ausgehen. Abhängig von Lage und Grösse können sie verschiedene Beschwerden verursachen. Myome können von der Grösse einer Kirsche bis zu der einer  Wassermelone heranwachsen. Gelegentlich treten sie einzeln auf, häufig finden sich aber mehrere Myome innerhalb der  Gebärmutter. Der genaue Entstehungsmechanismus ist noch nicht im Detail geklärt, es gibt aber einen Zusammenhang zwischen dem Östrogenhaushalt der Frau und dem Vorkommen von Myomen. Mit dem Rückgang des Östrogenspiegels nach der Abänderung (Menopause) können die Myome deutlich kleiner werden. Allerdings kann eine Hormonbehandlung nach der Menopause das Verschwinden der Myome verhindern oder sogar das Wachstum fördern.

Welches sind die typischen Symptome?

Die Symptome sind abhängig von Grösse, Lage und Anzahl der Myome:

  • Sehr starke, verlängerte Menstruationsblutungen oder Zwischenblutungen, welche zu einer Blutarmut (Anämie) führen können
  • Durch Druck auf umgebende Strukturen können Blasenprobleme mit häufigem Harndrang oder bei Druck auf den Darm, Verstopfungen und Blähungen entstehen
  • Starke Unterleibsschmerzen und Völlegefühl
  • Rückenschmerzen oder Schmerzen in den Beinen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schwangerschaftsunfähigkeit

Welches ist die optimale Therapie und welche Voruntersuchungen sind notwendig?

Neben einer klinischen Untersuchung durch den Frauenarzt sowie der Ultraschalluntersuchung ist eine MRT der Gebärmutter angezeigt. Die Planung dieser Eingriffe erfolgt in enger Absprache mit dem zuweisenden Arzt und der Frauenklinik und der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des Kantonsspitals St.Gallen. Dadurch kann die bestmögliche Behandlung sichergestellt werden. 

Welche Kontrollen braucht es nach einer Myom-Embolisation?

Um eine optimale Nachbetreuung zu garantieren und allfällige Komplikationen frühzeitig zu erkennen, ist circa zwei Wochen nach Eingriff eine klinische und ultrasonographische Kontrolle in der Frauenklinik vorgesehen. In der interventionellen Radiologie ist die Kontrolle nach 3-6 Monaten geplant. Je nach Verlauf wird in gewissen Fällen nach einigen Monaten eine MRT-Untersuchung empfohlen, um das Ausmass der Embolisation und die Grösse der Myome zu evaluieren. Die weitere gynäkologische Nachsorge wird durch den betreuenden Frauenarzt durchgeführt werden.
Bei therapiebedingten Problemen steht der Dienstarzt der Frauenklinik des Kantonsspitals St.Gallen den Patientinnen während 24 Stunden an sieben Tagen die Woche zur Verfügung.