Venöser Port

Ein Port-a-Cath ist eine Art implantierbares Kathetersystem. Es wird vor allem bei Therapien empfohlen, bei denen Medikamente wiederholt direkt in die venöse Blutbahn abgegeben werden müssen. Auch Blutentnahmen können über den Port-a-Cath erfolgen.

Unsere Erfahrung

Pro Jahr werden in der Klinik für Chirurgie ca. 230 Port-Eingriffe durchgeführt.

Diagnostik/Therapie

Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt im Rahmen der vorgängig erfolgten Untersuchungen. Für die Implantation des Port-a-Cath sind keine spezifischen Abklärungen notwendig.

Therapie

Für die Implantation ist ein kurzer chirurgischer Eingriff notwendig, welcher unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Über einen kleinen Hautschnitt (ca. 3-5 cm lang) zwischen der Schulter und dem Brustkorb wird eine Vene freigelegt. Im Anschluss wird unter der Haut über dem Brustmuskel Platz für die Port-a-Cath-Kammer geschaffen. Über diese erfolgt später die Medikamentengabe sowie die Blutentnahme. Der Katheter wird in die Vene eingeführt und vorgeschoben. Die Spitze des Katheters wird mittels Röntgenkontrolle in der oberen Hohlvene positioniert. Der Katheter wird mit der Port-a-Cath-Kammer verbunden und diese auf dem Brustmuskel befestigt.

Behandlungsverlauf

Nach erfolgter Operation wird der Patient für 2-4 Stunden in der chirurgischen Tagesklinik beobachtet. Die Entlassung erfolgt üblicherweise am selben Tag.

Häufige Fragen

Wie lange bleibt der Port-a-Cath im Körper?

Bei richtiger Platzierung und sachgemässem Umgang bleibt der Port-a-Cath für die notwendige Dauer der Behandlung im Körper. Nach Ende der Behandlung kann der Port durch einen ambulanten chirurgischen Eingriff entfernt werden.

Was ist nach der Implantation eines Port-a-Caths zu beachten?

Bei Tätigkeiten, die das Port-System mechanisch belasten, wie zum Beispiel Golf, Schwimmen oder Gewichtheben, ist Vorsicht geboten. Diese wiederholten Bewegungen können zur Schädigung des Katheters führen.

Ist eine Magnetresonanztomographie mit einem Port-a-Cath möglich?

Die meisten Port-Systeme sind so gebaut, dass eine Magnetresonanztomographie (MRI) möglich ist. Die Port-Systeme sind in diesem Fall als MRI-tauglich gekennzeichnet. Vor jedem MRI wird anhand eines Fragebogens oder direkt vom Personal abgeklärt, ob bei dem Patienten Fremdmaterial im Körper eingebracht wurde. Die MRI-Tauglichkeit des Port-Systems wird in einem solchen Fall vorgängig geprüft.

Wie verhält sich der Port-a-Cath bei der Sicherheitskontrolle durch einen Metalldetektor?

Die Metalldetektoren können dem Port-a-Cath nicht schaden. In den meisten Fällen wird kein Alarm ausgelöst. Da die Empfindlichkeit von Metalldetektoren allerdings unterschiedlich eingestellt sein kann, ist es nicht auszuschliessen dass der Port-a-Cath angezeigt wird. In diesem Fall zeigt der Patient den Port-a-Cath-Pass, welcher nach der Operation abgegeben wird.

Weitere Informationen

Ein Port-a-Cath besteht aus einer Kammer, welche durch eine Silikonmembran abgedichtet und mit einem Katheter verbunden ist. Die Port-a-Cath-Kammer besteht aus Titan oder einer Kombination aus Titan und Kunststoff. Beim Katheter handelt es sich um einen flexiblen dünnen Schlauch, welcher aus Silikon oder Polyurethan besteht.

Vor der Operation wird der Patient im chirurgischen Ambulatorium des Kantonsspitals St.Gallen über den anstehenden Eingriff aufgeklärt und entsprechend vorbereitet. Nach erfolgter Operation wird der Patient für 2-4 Stunden in der chirurgischen Tagesklinik beobachtet. Die Entlassung erfolgt noch am selben Tag. Der Patient erhält nach der Implantation des Port-a-Caths einen Pass in dem alle wichtigen Informationen zum verwendeten Port-System notiert werden. Es werden sowohl die Lage der Port-a-Cath-Kammer als auch die der Katheterspitze aufgeführt.