Bauchfellkrebs Operation

Peritonealmalignome Operation

  • An folgenden Standorten
  • St.Gallen
Zur Besprechung der optimalen Behandlung von Krebspatienten kommen die Spezialisten aus den beteiligten Fachrichtungen an sogenannten Tumorboards zusammen und beraten jeden onkologischen Fall einzeln.

Pseudomyxom peritonei

Die Bündelung dieses Spezialwissens und der direkte Diskurs in diesen Gremien erlaubt eine effiziente Abstimmung und Planung komplexer Abklärungs-, Therapie- und Nachsorgekonzepte.

Zytoreduktive Chirurgie

Die Zytoreduktion hat zum Ziel, sämtliches von Auge sichtbares Tumorgewebe aus dem Bauchraum zu entfernen, um danach eine HIPEC (erwärmte Chemotherapie) durchführen zu können. Dafür sind meist aufwändige und ausgedehnte chirurgische Eingriffe notwendig. Tumorbefallene Organteile müssen teilweise oder ganz entfernt werden. Zusätzlich wird das Bauchfell entfernt.

Selten kann erst während der Operation entschieden werden, ob eine HIPEC sinnvoll ist oder ob ein Tumordebulking ohne HIPEC angezeigt ist. Bleiben bei der Zytoreduktion kleinste Tumorreste übrig, können diese mittels HIPEC behandelt werden.  

Hypertherme intraoperative intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC)

Die HIPEC-Behandlung erfolgt während des operativen Eingriffs (intraoperativ). Das Chemotherapeutikum wird erwärmt und direkt in die Bauchhöhle gegeben (intraperitoneal). Die Tumorzellen erwärmen sich dadurch ebenfalls und sterben ab. Ein weiterer Effekt des erwärmten Chemotherapeutikums ist, dass der Körper die Tumorzellen besser erkennen kann und diese durch Abwehrmechanismen bekämpft. Das Chemotherapeutikum kann während circa 90 Minuten direkt am Einsatzort wirken. Weil es durch den lokalen Einsatz weniger in die Blutbahnen gerät, können sich die Nebenwirkungen vermindern.

Nachbehandlung

Nach einem ausgedehnten zytoreduktiven chirurgischen Eingriff ist eine mehrtägige Behandlung und Betreuung auf der Intensivstation notwendig. Das Kantonsspital St.Gallen verfügt über eine der grössten rein chirurgischen Inensivstationen der Schweiz. Speziell ausgebildete Fachärzte behandeln und betreuen die Patientinnen und Patienten rund um die Uhr.

Unsere Erfahrung

Die Klinik für Chirurgie des Kantonsspitals St.Gallen bietet das gesamte Spektrum der onkologischen Viszeralchirurgie an. Dazu gehören seit über 15 Jahren auch die chirurgische Behandlung von Peritonealmalignomen und die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC).

Folgende Erkrankungen werden am Kantonsspital St.Gallen mittels HIPEC behandelt:

  • Pseudomyxoma peritonei
  • Peritonealkarzinose gastrointestinaler Tumore
  • Peritonealmesotheliom
  • Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom