Kopfschmerzen

Primäre und Sekundäre Kopfschmerzen

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Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Es gibt über 180 verschiedene Kopfschmerzarten, wobei Migräne und Spannungskopfschmerzen am häufigsten sind.

Die Beurteilung und Einteilung der Kopfschmerzen erfolgt in erster Linie durch eine gezielte ärztliche Anamnese mit Befragung nach Auslöser, Beginn, Art und Ort des Kopfschmerzes, sowie nach möglichen Begleitsymptomen, wie zum Beispiel Augenflimmern, Übelkeit, Gefühlstörungen, Rötung und Tränen eines Auges.

Eine genaue Anamnese und neurologische körperliche Untersuchung reicht meistens für die Beurteilung der Kopfschmerzen schon aus, sodass eine Bildgebung vom Kopf (Computertomogramm, Kernspintomogramm) nicht bei jedem Kopfschmerz notwendig ist.

Über 90 Prozent der Kopfschmerzen sind „primäre“ gutartige Kopfschmerzen (wie Migräne, Spannungskopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerz), weniger als 10 Prozent sind „sekundäre“ Kopfschmerzen (am häufigsten bei Infekten, seltener bei Traumen und sehr selten bei Hirntumoren). Meistens fallen die „sekundären Kopfschmerzen“ durch andere Symptome, wie Fieber, neurologische Ausfälle (wie Lähmungen, Bewusstseinsstörungen und epileptische Anfälle) auf oder treten wie ein Donnerschlag mit stärksten Kopfschmerzen auf. Hier sind weitere Untersuchungen wie Laboruntersuchungen und Bildgebung und eventuell auch eine Nervenwasseruntersuchung notwendig.