Musiktherapie

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Die Musiktherapie nutzt die positiven Eigenschaften der Musik für sich. Die sanften Klänge sollen sowohl auf die Mutter als auch auf das Kind unterstützend wirken.

Seit September 2015 ist für die Kinder auf der Neonatologie für Kinder und ihre Eltern die Musiktherapie Teil des Gesamtangebots. Leistete anfangs noch die Stiftung ART-THERAPIE vollumfänglich finanzielle Starthilfe, so werden mittlerweile 20% von der Frauenklinik selber finanziert. Das vorerst auf drei Jahre angelegte Pilotprojekt konnte erfolgreich fortgesetzt werden. Die Musiktherapie bildet eine wertvolle Ergänzung zu den Pflegemassnahmen und wird als Qualitätssteigerung in der Versorgung der kleinen Patienten wahrgenommen. Rund 160 Kinder (Rechenschaftsbericht 2018) profitieren jährlich von dieser entwicklungsfördernden Therapieform.

Die Musiktherapie auf der Neonatologie ist eine praxisorientierte Wissenschaftsdisziplin, deren Grundlagen auf Erkenntnissen von Medizin, Physiologie und Psychologie, der Säuglingsforschung und MusikMedizin sowie der Stressforschung basieren. Die Ansätze orientieren sich am Einfluss der intrauterinen Klangwelt auf das ungeborene Kind und der Wirkung von Musik bzw. musikalischen Parametern auf den menschlichen Organismus. Die Musiktherapie interveniert im Spannungsfeld zwischen akustischer Überreizung und Reizarmut – also je nach Situation beruhigend oder sanft anregend.

Die Therapieeinheiten sind auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes und seiner Eltern abgestimmt und verstehen sich als musikalisches Beziehungs – und Kommunikationsangebot. Die Musik lässt viele Kinder aufmerksam reagieren, lauschend inne halten, sehr oft aber auch zur Ruhe kommen und in vertieften Schlaf finden.

Beziehungsstiftende, bindungsfördernde Momente entstehen gemeinsam mit den Eltern, sei es durch „Fürspiel“, ein musikalisches Begleiten beim Känguruhen, oder beim gemeinsamen Improvisieren für das Kind auf der Klangliege.

Musiktherapie Bild 7