Diagnostik bei schwarzem Hautkrebs

Melanom Diagnostik

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  • St.Gallen
Wichtig ist vor allem, das maligne Melanom früh zu erkennen, da damit die beste Heilungschance besteht.

Es ist somit unablässig, besonders bei Menschen, welche ein erhöhtes Risiko für die Bildung eines malignen Melanoms aufweisen, in regelmässigen Abständen die Muttermale bezüglich Veränderungen in Grösse, Farbe, Form und Durchmesser zu untersuchen. Wird ein malignes Melanom vermutet, sollten die weiteren Untersuchungen bei einem Hautarzt (Dermatologen) erfolgen. Der Hautarzt wird die verdächtige Hautstelle mit Hilfe einer Art Lupe, dem Dermatoskop, genau betrachten.

Regeln zur selbständigen Untersuchung von Muttermalen

Zur ungefähren Abschätzung, ob ein Muttermal verdächtig auf das Vorliegen eines Melanoms ist, haben sich zwei wichtige Regeln etabliert, die auch von unseren Patienten selbst angewendet werden können:

Das Prinzip des hässlichen Entleins («ugly duckling sign»)

Dabei wird orientierend ein grösseres Areal des Körpers, zum Beispiel der Rücken, in der Übersicht inspiziert. Fällt hierbei ein Muttermal ganz besonders durch Form, Farbe oder Grösse auf, sollte dieses mit besonderer Genauigkeit untersucht werden.

Die ABCD(E)-Regel

Diese Faustformel kommt bei der groben Beurteilung eines Muttermals oder einer anderen pigmentierten Läsion zum Einsatz und berücksichtigt die wichtigsten Kriterien, die für eine bösartige oder eine gutartige Veränderung sprechen. Dies sind:

A: Asymmetrie Eine ungleichmässige, asymmetrische Form, die stark von einer runden, oder ovalen länglichen Form abweicht
B: Begrenzung Verwaschene, gezackte oder unebene und raue sowie ausgefranste Ränder
C: Color (Farbe) Unterschiedliche Färbungen, hellere und dunklere, rötliche, graue oder blaue Areale in einer einzelnen Pigmentläsion
D: Durchmesser An der breitesten Stelle mehr als 5 mm oder eine halbkugelige Form
E: Erhabenheit Das Pigmentmal ragt mehr als 1 mm über das Hautniveau hinaus

Der Dermatologe verfügt darüber hinaus über weitere, noch spezifischere Kriterien, die vor allem durch den Einsatz der Dermatoskopie (z.B. die dermatoskopische ABCD-Regel und spezifische Melanomkriterien) eine weitaus genauere Einschätzung eines Pigmentmals und oftmals eine klinische Diagnose ermöglichen.

Diagnose durch Dermatologe oder Dermatologin

Besteht der Verdacht auf ein Melanom, wird in einem ersten Schritt eine Exzisionsbiopsie in lokaler Betäubung durchgeführt. Hierbei wird das verdächtige Muttermal mit einem minimalen Sicherheitsabstand von 1-3 Millimetern vollständig entfernt und zur pathologischen Untersuchung (diese erfolgt ebenfalls am Kantonsspital St.Gallen) gesendet. Es wird untersucht, ob es sich um eine gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Veränderung handelt.

Bestätigt sich die Diagnose eines malignen Melanoms wird das Stadium des Tumors (T-Stadium der TNM-Klassifikation) anhand der Tumordicke bestimmt. Basierend auf diesem Tumorstadium entscheidet sich das weitere Vorgehen. Um festzustellen, ob sich der Tumor schon im Körper ausgebreitet hat, werden ab einer Tumordicke von 0.8-1.0 mm unter Umständen noch andere Untersuchungen durchgeführt, zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung der regionären Lymphknotenstationen oder eine Computertomographie (CT) ab einer Tumordicke von >4 mm.