Prostatakrebs

Prostatakarzinom

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Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes mit der zweithäufigsten Krebstodesursache in der Schweiz nach dem Lungen-Karzinom. Die Ursache ist weitgehend unbekannt. Eine familiäre Häufung ist nachgewiesen. Diätetische Einflüsse (tierische Fette, rotes Fleisch) werden vermutet.

Das organbegrenzte Prostatakarzinom verursacht oft keine Beschwerden. Beschwerden beim Wasserlösen wie bei der gutartigen Prostatavergrösserung sind jedoch möglich. Im lokal fortgeschrittenen Stadium besteht häufig eine Makrohämaturie (Blut im Urin). Da das Prostatakarzinom vorwiegend Ableger (Metastasen) in die Knochen macht, sind aufgrund der Knochenmetastasen Knochenschmerzen häufig. Hinweise auf das Vorliegen eines Prostatakarzinomes geben die Abtastung der Prostata (derber Knoten, welchen der Arzt mit dem Finger tastet) sowie die Bestimmung des PSA (Prostata spezifisches Antigen). Dies ist ein Eiweiss, das nur in der Prostata gebildet wird und von einem Prostatakarzinom in erhöhtem Masse produziert und ins Blut abgegeben wird. Die Diagnose wird durch eine Gewebeentnahme (Biopsie) gesichert, welche ambulant in lokaler Betäubung durchgeführt werden kann.

Die Therapie richtet sich nach dem Krankheitsstadium, d.h. ob der Tumor noch auf die Prostata begrenzt ist oder ob bereits eine Organüberschreitung oder Tumorabsiedelung (Metastasierung) stattgefunden hat. Bei einem organbegrenzten Tumorstadium ohne Metastasen ist eine Heilung anzustreben. Diese erfolgt operativ oder durch Bestrahlung. Als Goldstandard gilt auch heute noch die offene oder die roboterassistierte Prostataentfernung über einen kleinen Unterbauchschnitt. Die Prostatabestrahlung kann durch eine operative Einlage von radioaktiven Körnchen (Brachytherapie) oder durch eine Bestrahlung von aussen erfolgen.

Die Klinik für Urologie bietet sowohl die konventionelle, offene Entfernung der Prostata als auch die roboterassistierte Operationstechnik an. Auf dem Gebiet der Brachytherapie verfügt die Klinik für Urologie des Kantonsspitals St. Gallen als schweizweit erstes diese minimal-invasive Technik anbietendes Zentrumsspital über einen breiten Erfahrungsschatz.

Bei organüberschreitendem Tumorwachstum oder Metastasen ist eine Heilung nicht mehr möglich. Die Therapie besteht dann im Versuch, das Tumorwachstum zu bremsen. Dazu stehen der operative oder medikamentöse Hormonentzug, in einem späteren Stadium die Chemotherapie oder die lokale Bestrahlung zur Verfügung.

Die Nachsorge besteht in der regelmässigen Überprüfung des PSA sowie der Untersuchung der Prostata mit dem Finger, was ambulant durch den Urologen oder den Hausarzt erfolgen kann.