Immundefekte

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Immundefekte sind durch eine vorübergehende oder andauernde Schwächung der Abwehrfunktion gekennzeichnet. Es besteht somit eine Abwehrschwäche. In der Folge treten häufig Infektionskrankheiten auf, teilweise auch eine Infektanfälligkeit mit einer Neigung zu schweren Verläufen.

Immundefekte können auch bei Erwachsenen auftreten oder sich nicht selten erst während des Erwachsenenalter bemerkbar machen. Haben Erwachsenen mehr als 3 schwere Infektionen im Jahr, die mit Antibiotika über längere Zeit behandelt werden müssen, so kann dies auf einen Antikörpermangel hinweisen. Andere Hinweise können Infektionen mit ungewöhnlichen Erregern oder Infektionen an ungewöhnlichen Lokalisationen sein. Primäre Immundefekte (bei denen keine andere Erkrankung ursächlich identifiziert werden kann) sind meist genetisch bedingt und insgesamt eher selten, sekundäre Immundefekte treten infolge Eiweissverlust, nach Milzentfernung oder nach Therapie mit Cortison, Chemotherapeutika aber auch unter Rheumatherapien auf.

Behandlungsmethoden

Die Behandlung von schweren Immundefekten mit deutlich verminderten Abwehreiweissen besteht aus einer regelmässigen Infusion von Immunglobulinen. Dosierung und Intervall müssen individuell festgelegt werden.

Diagnostik

Die Diagnose eines Immundefektes erfordert die Erhebung einer umfangreichen Krankengeschichte und Untersuchung. Die Verdachtsdiagnose kann durch eine gezielte Labordiagnostik bestätigt werden. Um die Funktionsfähigkeit des Immunsystems zu testen, kann man nach einer Impfung testen, ob sich Impfantikörper gebildet haben.