Häufig gestellte Fragen zu klinischen Studien

Auf dieser Seite finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen rund um klinische Studien.

Gibt es eine passende Studie für mich?

Am Kantonsspital St. Gallen haben wir eine grosse Anzahl an klinischen Studien für  verschiedene Krebserkrankungen. Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihr behandelnder Arzt berät Sie gerne, ob und wann eine klinische Studie für Sie in Frage kommt. Eventuell ist im Moment zwar keine passende Studie für Sie offen, vielleicht aber zu einem späteren Zeitpunkt der Behandlung.

Muss ich an einer Studie teilnehmen?

Nein. Die Teilnahme an jeder Studie ist freiwillig. Für jede Studie gibt es ein Informationsschreiben (Patienteninformation), welches die Studie ausführlich beschreibt. Entscheiden Sie erst, ob Sie teilnehmen wollen, wenn all Ihre Fragen geklärt wurden. Wenn Sie sich gegen eine Studienteilnahme entscheiden, hat dies keine Nachteile für Ihre weitere Behandlung.

Kann ich eine einmal begonnene Studienteilnahme auch vorzeitig abbrechen?

Ja. Sie können jederzeit Ihre Teilnahme an einer Studie abbrechen, auch ohne Nennung von Gründen. Ein Studienabbruch hat keinen negativen Einfluss auf Ihre weitere Behandlung.

Entstehen durch die Studienteilnahme zusätzliche Kosten für mich?

Nein. Die Kosten für mögliche Untersuchungen, die Sie auch ausserhalb der Studie bekommen hätten (Standardtherapie und- diagnostik wie zum Beispiel Blutuntersuchungen, ärztliche Kontrollen) werden wie üblich der Krankenkasse verrechnet. Kosten, welche ausschliesslich durch die Studienteilnahme verursacht werden, werden vom Sponsor der Studie getragen. Wenn Sie für eine Studienteilnahme einen weiten Anfahrtsweg auf sich nehmen müssen, gibt es häufig die Möglichkeit, Fahrtkosten zu erstatten.  

Werde ich für eine Studienteilnahme bezahlt?

Nein. Sie erhalten für eine Studienteilnahme keine finanzielle Entschädigung. Die Hoffnung ist, dass Ihre Studienteilnahme helfen kann, Ihre Erkrankung besser zu kontrollieren.

Kann ich auch an einer Studie teilnehmen, wenn ich an einem anderen Spital oder in einer Praxis behandelt werde?

Es gibt Studien, die nur an gewissen Spitälern durchgeführt werden können. Das würde bedeuten, dass Sie für die Dauer der Studienteilnahme Ihre Behandlung unter Umständen ans Kantonsspital St.Gallen verlegen müssten. Nach Abschluss der Studie werden Sie dann wieder von Ihrer bisherigen Ärztin bzw. Ihrem bisherigen Arzt betreut. Besprechen Sie diesbezügliche Details mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt, wenn Ihnen eine Studie vorgeschlagen wird.

Muss ich meine Ärztin bzw. meinen Arzt wechseln, wenn ich an einer Studie teilnehme?

Dies kommt auf die Studie an. Oft werden Sie auch während der Studienteilnahme von Ihrer bisherigen Ärztin bzw. Ihrem bisherigen Arzt weiter betreut. Bei Teilnahme an frühen Medikamentenstudien (sog. Phase I Studien) wird die Behandlung oft für die Dauer der Studie an das Team der Phase I Abteilung der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie übergeben. Zudem lernen Sie oft auch andere Pflegefachpersonen kennen, die Teil des Studienteams sind und Sie während der Studie betreuen (sog. Studien-Koordinatorinnen und Studien-Koordinatoren, ausgebildete und speziell geschulte Pflegefachpersonen).

Bedeutet eine Studienteilnahme, dass Patientinnen und Patienten unnötigen Risiken ausgesetzt werden («Versuchskaninchen» sind)?

Nein. Jede Studie wird vor der Durchführung sorgfältig von der Ethikkommission geprüft, damit Patientinnen und Patienten keinen unnötigen Risiken ausgesetzt werden. Bevor die Durchführung einer Studie erlaubt wird, wird sorgfältig abgewogen, ob ein möglicher zu erwartender Nutzen die Risiken überwiegt. Jede Behandlung (innerhalb und ausserhalb von Studien) kann generell immer mit Risiken/Nebenwirkungen verbunden sein. Deswegen werden Sie ausführlich über mögliche Risiken aufgeklärt.

Wägen Sie für sich ab, ob das Verhältnis Nutzen/Risiken für Sie persönlich stimmt, bevor Sie sich zur Studienteilnahme entscheiden. Insbesondere bei frühen Medikamentenstudien (sog. Phase I Studien), in denen neue Medikamente angewendet werden, sind oft häufige Sicherheitsvisiten am Spital eingeplant. Das bedeutet, Sie werden engmaschig überwacht, um die höchstmögliche Sicherheit für Sie zu gewährleisten.