Lymphdrüsenkrebs, Lymphome

Non-Hodgkin-Lymphome und Hodgkin-Lymphome

Lymphome gehören zwar insgesamt zu den weniger häufigen Tumorarten, sie sind jedoch häufige Tumorarten des Blut- und Lymphsystems. Sie werden in die Untergruppen «aggressive Non-Hodgkin-Lymphome», «niedrig-maligne Non-Hodgkin-Lymphome» und «Hodgkin-Lymphome» eingeteilt. Jede dieser Gruppen hat weitere Untergliederungen mit unterschiedlichen Symptomen und Therapiemöglichkeiten.

Symptome

Das Spektrum der Symptome ist vielfältig: Es reicht von schmerzlosen, langsam wachsenden Lymphknotenschwellungen, die manchmal nur zufällig entdeckt werden, bis hin zu sehr rasch zunehmenden Lymphknotenvergrösserungen. Zudem können unspezifische Allgemein-Symptome auftreten wie unklares Fieber, Nachtschweiss, Gewichtsabnahme und Verschlechterung des Allgemeinzustandes.

Behandlung

Bei langsam wachsenden Lymphomen ist eine Behandlung meist erst dann nötig, wenn Beschwerden auftreten. Dazu gehören Fieber, Gewichtsverlust, allgemeine Müdigkeit und ein zunehmendes Wachstum der befallenen Lymphknoten. Mit einer Therapie lässt sich die Krankheit in aller Regel gut kontrollieren.

Bei den meisten Formen von aggressiven Lymphomen kann in der Mehrzahl der Fälle mit der Erstlinientherapie eine Heilung erreicht werden. In den letzten Jahren sind grosse Fortschritte in der genaueren molekularen Identifizierung von Untergruppen, dem Einsatz von zielgerichteten Medikamenten und in der Behandlung von Rückfällen gemacht worden.

Die Wahl der Therapie richtet sich nach mehreren Faktoren wie Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen und Alter, genaue Lymphom-Untergruppe sowie Präferenz der Patientinnen und Patienten.