Bienen-und Wespengiftallergie

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Allergische Stichreaktionen auf Hymenopteren, also Honigbiene und Faltenwespen, selten auch Hummeln, Hornissen treten mit einer Häufigkeit von 3% in der Bevölkerung auf. Neben Lokalreaktionen können auch Systemreaktionen wie Nesselfieber und Magen-Darmbeschwerden, Atemnot durch Kehlkopfschwellung, Asthma, Blutdruckabfall, Kollaps bis zum Schock auftreten. Die spezifische Immuntherapie senkt langfristig das Risiko für schwere Allgemeinreaktionen bei künftigen Stichereignissen.

Eine spezifische Immuntherapie ( SIT) mit Bienen-und/oder Wespengift ist bei nachgewiesener Hymenopterengiftallergie und schweren Allgemeinreaktionen angezeigt und gehört zu den erfolgreichsten Desensibilisierungsbehandlungen mit einer Erfolgsquote von 89% bei Bienengift und 98% bei Wespengift. Die Desensibilisierungsbehandlung kann nach vorgängiger allergologischer Abklärung in jedem Alter durchgeführt werden.

Die Abklärung umfasst eine genaue Befragung der Symptome und Patientengeschichte, Hauttests zur Ermittlung der Schwellendosis und Blutuntersuchungen mit Bestimmung allergenspezifischer Antikörper im Serum. Nachdem durch die Tests festgestellt wurde, welche(s) Insekt(e) die Auslöser sind, kann eine spezifische Immuntherapie eingeleitet werden. Diese dauert in der Regel 5 Jahre, je nach Schweregrad aber auch länger. Die Erstbehandlung wird zumeist als „Ultra-Rush“ kurzstationär durchgeführt.

Die weitere Erhaltungstherapie kann auch beim Hausarzt durchgeführt werden.

Wir besprechen mit den Patienten das individuelle Vorgehen und empfehlen trotz hoher Erfolgsquoten dieser Immuntherapie das Mittragen eines Notfallsets und Adrenalin-Autoinjektoren.