Vasektomie und Re-Fertilisierung Behandlung

Vasektomie und Re-Fertilisierung Behandlung

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Einleitung

Vasektomie

Nach Abschluss der Familienplanung besteht bei vielen Paaren der Wunsch nach einer zuverlässigen, andauernden und kostengünstigen Verhütungsmethode. Eine sichere und einfache Methoden ist hierbei die Vasektomie, die sogenannte Unterbindung oder auch Sterilisation des Mannes. Hierbei werden beide Samenleiter operativ in einer lokalen Betäubung durchtrennt. Dieser Eingriff wird routinemässig ambulant in einer örtlichen Betäubung durchgeführt. Der Eingriff ist kostengünstig und zeichnet sich durch eine hohe Effektivität bei geringer Komplikationsrate aus. Die Sexualität wird hierbei nicht beeinträchtigt. Der Eingriff wird in der Regel in Lokalanästhesie durchgeführt und dauert ca. 30 Minuten.

Mikrochirurgische Vasovasostomie

Nach Durchtrennung der Samenleiter (Vasektomie) kommt es in sechs bis zehn Prozent der Fälle aufgrund veränderter Lebensumstände, z.B. durch Auflösung von Lebenspartnerschaften, zu einem erneuten Kinderwunsch. Dieser Eingriff kann mittels der mikrochirurgischen Vasovasostomie heute wieder rückgängig gemacht werden. Die mikrochirurgische Vasovasostomie stellt heute das Standardverfahren zur Refertilisation nach Vasektomie dar. Die Klinik für Urologie bietet diese Operation routinemässig unter dem Operationsmikroskop an. 

Testikuläre Spermien Extraktion (TESE)

Mikorchirurgische Epididymale Spermatozoen Aspiration (MESA)

Die testikuläre Spermienextraktion (TESE) bietet unfruchtbaren Männern mit Azoospermie (Fehlen von Samenzellen im Ejakulat) die Möglichkeit ein eigenes Kind zu bekommen. Die Azoospermie ist eine häufige Ursache männlicher Unfruchtbarkeit. Sie betrifft 10-15% aller ungewollt kinderlosen Paare. Man unterscheidet eine obstruktive und nicht obstruktive Azoospermie. Bei der obstruktiven Azoospermie (OA) liegt ein Verschluss im Bereich der ableitenden Samenwege (Nebenhoden, Samenleiter) vor. Die Spermienproduktion ist in der Regel normal. Häufige Ursache ist die vorangegangene operative Durchtrennung der Samenleiter bei abgeschlossener Familienplanung (Vasektomie). Weitere seltenere Gründe sind Entzündungen im Bereich des Nebenhodens sowie angeborene Erkrankungen. Therapeutisch steht bei der obstruktiven Azoospermie eine Refertilisierungsoperation (Vasovasostomie, siehe oben) im Vordergrund.

Das Fehlen von Spermien in der Samenflüssigkeit ohne anatomisches Passagehindernis bezeichnet man als nicht obstruktive Azoospermie (NOA). Hierbei handelt es sich um eine Störung der Spermienproduktion. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass im Hoden überhaupt keine Samenzellen vorhanden sind. Es können durchaus Spermien gebildet werden. Diese erscheinen aber aufgrund zu geringer Zahl oder anderer Ursachen nicht in der Samenflüssigkeit.

Die testikuläre Spermienextraktion (TESE) ist für Patienten mit nicht obstruktiver Azoospermie die einzige Möglichkeit sich den Wunsch nach einem eigenen Kind zu erfüllen. Die bei dieser Methode gewonnenen Spermien oder deren Vorstufen werden umgehend tiefgefroren (kryokonserviert). Hiernach stehen sie für eine spätere intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) zur Verfügung.