Dickdarmkrebs

Dickdarmkrebs zählt nach Brustkrebs bei den Frauen und Prostatakrebs bei den Männern nebst dem Lungenkrebs zu den häufigsten Tumorerkrankungen in der Schweiz. Durch Vorsorge kann Dickdarmkrebs früher entdeckt und häufiger geheilt werden.

Ursachen / Symptome / Allgemeines

Dickdarmkrebs kann bei einer Vorsorgekoloskopie entdeckt werden, kann sich aber auch durch eine veränderte Verdauung, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl bemerkbar machen. Zur Diagnostik ist normalerweise eine Darmspiegelung notwendig und zur Beurteilung bzgl. Stadium eine Computertomographie.

Behandlung

Wenn der Dickdarmkrebs keine Fern-Metastasen gemacht hat, kann er direkt operiert werden. Dabei wird ein Stück des Darmes mit den zugehörigen Lymphknoten entfernt. Je nach Tumorstadium folgt darauf eine Chemotherapie um das Rückfallrisiko zu senken. Wenn der Tumor im Enddarm liegt,  wird vor der Operation häufig eine Bestrahlung und eine Chemotherapie durchgeführt. Die Reihenfolge der Therapien wird am Tumorboard mit den beteiligten Disziplinen besprochen und festgelegt.

Wenn Metastasen zum Beispiel in der Leber vorliegen, wird häufig zuerst eine Chemotherapie durchgeführt. Am Tumorboard für gastrointestinale Tumore wird interdisziplinär im Beisein von Chirurgen, Onkologen, Radio-Onkologen, Radiologen und Pathologie entschieden, ob Metastasen gegebenfalls im Verlauf operiert werden können. In Fällen, bei denen nie operiert werden kann, werden wir anhand von molekularen Tumorprofilen die bestmöglichen Therapieoptionen für ihre individuelle Situation mit ihnen besprechen und durchführen.