Wir freuen uns, Sie am Schmerzsymposium 2022 zum Thema «Rückenschmerz – spezifisch und unspezifisch» begrüssen zu dürfen.
Schmerzzentrum

Rückenschmerzen stellen eines der häufigsten Krankheitsbilder im allgemeinmedizinischen und schmerztherapeutischen Alltag, mit zunehmender sozioökonomischer Bedeutung bedingt durch eingeschränkte Teilhabe am sozialen Leben, Arbeitsausfälle, Diagnostik- und Therapiekosten, dar.

Im Verlauf ihres Lebens sind 80% der Bevölkerung mindestens einmal von Rückenschmerzen betroffen. In der Mehrzahl der Fälle klingen die Symptome unter konservativer Therapie innerhalb von wenigen Wochen ab. Bei ca. 15% der Patientinnen und Patienten liegen spezifische, einer behandelbaren Erkrankung zuordenbare Schmerzen vor, die eine Abklärung und spezialisierte Therapie benötigen. Zur Vermeidung einer Behandlungsverzögerung ist die gezielte Abklärung und ein individuelles therapeutisches Vorgehen frühzeitig indiziert. Gleichzeitig ist zur Vermeidung einer Somatisierung und Chronifizierung, welche bei ca. 20% der Patientinnen und Patienten zu beobachten ist, die Indikation zur weiterführenden Abklärung mit Bedacht zu stellen, insbesondere bei unspezifischen Rückenschmerzen.

Einen hohen Einfluss auf den Verlauf der Beschwerden haben biologische und psychosoziale Begleitfaktoren wie Alter, Geschlecht, psychiatrische Co-Morbiditäten, der soziale Status und das Bildungsniveau.

Wir widmen unser diesjähriges Schmerzsymposium den unterschiedlichen Aspekten der Therapie des Rückenschmerzes, inklusive konservativer und operativer Behandlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung neuester Entwicklungen, sowie den positiven und negativen Einflussfaktoren im Rahmen des bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells. 

Wir freuen uns auf ein persönliches Wiedersehen mit Ihnen, den interessierten Austausch und rege Diskussionen.