Karpaltunnelsyndrom

KTS, CTS

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Beim Karpaltunnelsyndrom handelt es sich um eine der häufigsten Erkrankungen in der Handchirurgie.

Der Karpaltunnel ist ein Raum im Bereich des beugeseitigen Handgelenkes, der durch verschiedene Strukturen begrenzt wird. An drei Seiten erfolgt die Begrenzung durch Knochen, die vierte Seite wird von einem derben bindegewebigen Band gebildet. Dies ist in seiner Lage der Handfläche zugewandt. Neun Beugesehnen von Daumen und Fingern und ein Nerv (mittlerer Handnerv, lat. "Nervus medianus") verlaufen durch diesen Raum bzw. Karpaltunnel. Der Nervus medianus ist an Daumen, Zeige-, Mittel- und der Hälfte des Ringfingers für die Vermittlung des Gefühlsempfindens verantwortlich. Darüber hinaus steuert er die Muskulatur des Daumenballens. Bei Schwellungszuständen im Karpaltunnel kommt es zu einer Einengung des Nerven. Dieser auf ihn wirkende Druck verursacht die typischen Symptome.

Typische Beschwerden

Die am häufigsten beklagte Veränderung besteht in einer Änderung des Gefühlsempfindens im Bereich von Daumen, Zeige-, Mittel- und der Hälfte des Ringfingers. Diese Veränderung äussert sich im Sinne von einer Gefühlsminderung bzw. kribbelnden Missempfindungen. In der Nacht kommt es häufig zu einer Zunahme der Beschwerden mit Erwachen durch die Missempfindungen. Häufig können die Beschwerden durch ein "Ausschütteln" der Hand gelindert werde. Die Veränderungen können jedoch auch im Rahmen von Tätigkeiten des Alltags mit vermehrter Belastung der Hände auftreten. Weiterhin kann es zu einem Kraftverlust bzw. einer Schwäche der betroffenen Hand in diesem Zusammenhang kommen. Das Greifen kleiner Gegenstände wird häufig auch wegen der Gefühlsminderung als beschwerlich bis unmöglich beschrieben. Im weiteren Verlauf kann es sogar zu einer Abnahme der Muskulatur des Daumenballens mit weiterem Kraftverlust kommen.

Ursachen

Das Karpaltunnelsyndrom kann durch alle Vorgänge ausgelöst werden, welche eine Schwellung im Karpaltunnel hervorrufen oder begünstigen. Häufig findet man in diesem Zusammenhang Verletzungen, Tumoren, rheumatoide Arthritis, Sklerodermie, Diabetes mellitus, Schwangerschaft, Gicht und wiederkehrende Bewegungsabläufe der Hände. In vielen Fällen kann eine eindeutige auslösende Ursache jedoch nicht gefunden werden. Dies beeinträchtigt Behandlung und Ergebnis jedoch nicht.