Bruch des Kahnbeins

Skaphoidfraktur, Navicularefraktur (veraltete Ausdrucksweise)

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Der Bruch des Kahnbeines ist der häufigste Bruch der Handwurzelknochen (60-70% der Fälle). Er kommt am häufigsten bei jungen Männern (Durchschnittsalter: 25 Jahre) vor und ist in ca. 60% der Fälle durch Sportverletzungen (Schlag und dadurch axiale Stauchung des Handgelenkes) und in ca. 35% der Fälle durch Stürze auf das Ausgestreckte Handgelenk (Überstreckung) verursacht.

Begleitverletzungen

Die Kahnbeinfraktur kommt am häufigsten alleine vor. Jedoch gibt es auch Kombinationen mit Brüchen der Speiche (Radiusfraktur) oder Rissen der Handwurzelbänder und / oder Verrenkungen des Handgelenkes vor. Hierbei handelt es meist um Hochenergieverletzungen (Verkehrsunfälle, Stütze aus grosser Höhe)

Ursachen

Sturz auf das (meist ausgestreckte) Handgelenk, Längsstauchung des Handgelenkes, Hochenergieverletzungen 

Typische Beschwerden

Schwellung, Bluterguss, starke Schmerzen im Handgelenk, Schmerzen bei Stauchung des Daumes oder Druckschmerzen am Daumensattelgelenk.

Therapie

In den meisten Fällen ist eine Operation empfehlenswert bzw. notwendig. Am häufigsten kommen Brüche im mittleren Drittel des Kahnbeins vor, welche jedoch bei lediglich Ruhigestellung im Gips eine hohe Gefahr zur unvollständigen oder ausbleibenden Heilung mit sich bringen. Dies liegt an der fast vollständig von einer Seite (Körperfern) kommenden Blutversorgung des Kahnbeines). Eine konservative Therapie sollte hier lediglich bei Kindern (bessere Heilungsfähigkeit des Körpers) oder sehr alten Patienten mit geringem Anspruch an die Funktion des Handgelenkes erfolgen. Für junge Erwachsene wird allgemein die Operation empfohlen. 

Unbedingt sollte jedoch bis zum Abschluss der Heilung ein vollständiger Verzicht auf Nikotin erfolgen. Rauchen von bereits nur fünf Zigaretten pro Tag führt zu einer vierfachen Erhöhung des Risikos (in einzelnen Studien ausbleibende Heilung in bis zu 75% der Fälle) für eine ausbleibende oder unvollständige Heilung des Knochenbruches, welche innerhalb weniger Jahre zu einem schweren Verschleiss (Arthrose) des Handgelenkes mit dauerhaften Schmerzen und bleibender, starker Bewegungseinschränkung führen kann.

Behandlungsmethoden

Der Bruch des Kahnbeins kann mit folgenden Methoden behandelt werden:

Diagnostik

Der Bruch des Kahnbeins kann mittels folgenden Untersuchungen diagnostiziert werden: