Klinische Rechsmedizin

Bei der rechtsmedizinischen Untersuchung von lebenden Personen geht es um die gerichtsverwertbare Dokumentation und Beurteilung von Verletzungen hinsichtlich ihrer Entstehung, Schwere und Gefährlichkeit sowie um die Sicherung von Spuren für kriminaltechnische und forensisch-genetische Untersuchungen. Gleichzeitig können Blut-, Urin- und Haarproben für chemisch-toxikologische Untersuchungen sichergestellt werden. Diese dienen vor allem der Abklärung einer zentralnervösen Beeinträchtigung durch Alkohol, Medikamente und Drogen und stellen damit eine wesentliche Grundlage für die Beurteilung der Handlungs- und Schuldfähigkeit sowie der Urteilsfähigkeit dar.

Die Altersdiagnostik von Lebenden dient der Feststellung des chronologischen (kalendarischen) Alters einer Person. Sie ist vor allem für die Beurteilung von jugendlichen Straftätern von Bedeutung. Die forensische Altersdiagnostik stützt sich auf drei Säulen: (1) körperliche Untersuchung zur Feststellung des Entwicklungsstadiums sekundärer Geschlechtsmerkmale, (2) Beurteilung der Knochenreife anhand von Röntgenuntersuchungen des Handskeletts und (3) zahnärztliche Erhebung des Zahnstatus.

Das IRM erstattet ausserdem  wissenschaftlich begründete Aktengutachten bei strafrechtlichen, zivilrechtlichen und versicherungsrechtlichen Fragestellungen.

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