Kognitiv-verhaltenstherapeutisches Gruppenangebot Narkolepsie

  • An folgenden Standorten
  • St.Gallen
Die Klinik für Psychosomatik und Konsiliarpsychiatrie bietet im Schlafzentrum eine Gruppentherapie für Patientinnen und Patienten an, die von Narkolepsie betroffen sind. Sie lernen den Umgang mit der chronischen Erkrankung sowie Strategien, die eigene Lebensqualität zu verbessern.

Inhalt und Ziele 

Die Narkolepsie ist eine schwere chronische Erkrankung des Schlaf-Wachsystems und geht in ca. 2/3 der Fälle mit einem gestörten Nachtschlaf einher. Hinzu kommen in der Regel eine ausgeprägte Tagesschläfrigkeit, d.h. ein imperativer Schlafdrang, v.a. in monotonen Situationen. Bei der Narkolepsie Typ 1 kommen zudem noch plötzliche Tonusverluste der Muskulatur (Kataplexien) hinzu. Dies bedeutet, dass die Muskeln ihren natürlichen Spannungszustand verlieren – betroffene Personen können beispielsweise Gegenstände nicht mehr in der Hand halten. Diese Kataplexien werden meist durch starke Emotionen ausgelöst. Die Patientinnen und Patienten sind durch die beschriebenen Symptome in ihrer Lebensführung stark beeinträchtigt und nicht selten werden Symptome durch Unkenntnis der Erkrankung fehlgedeutet, sodass die Patientinnen und Patienten mit Vorurteilen konfrontiert sind.

Bislang stehen ausschliesslich medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten durch Stimulantien für die Tagesschläfrigkeit und die Kataplexie zur Verfügung. Die Regulation der auslösenden Faktoren wie starke Emotionen bzw. der Umgang mit und die Akzeptanz dieser chronischen Erkrankung standen bislang nicht im Fokus der Behandlung. Zudem besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit (ca. 20%), dass auch andere Krankheitsbilder wie Depressionen, Angststörungen und Panikattacken auftreten.

Das neu konzipierte kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppenprogramm will dieser Versorgungslücke Rechnung tragen.

Inhalte der Gruppe

  • Strategien vermitteln, um die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu verbessern
  • kognitive und emotionale Krankheitsakzeptanz und -verarbeitung durch Abbau dysfunktionaler Gedanken
  • verhaltensmodifizierende Massnahmen
  • Verbesserung von Coping-Strategien im Umgang mit der Symptomatik
  • Schlafhygiene und individuell angepasste Tagschlafepisoden

Begleitend wird die Gruppentherapie zu Beginn und Abschluss der Intervention psychometrisch durch Fragebögen u.a. zu Fatigue, Depression/Angst, Krankheitsverarbeitung/-akzeptanz, Schlafstörung evaluiert.

Anmeldung und Kosten

Die Anmeldung erfolgt durch den Haus-, Spezial- oder Spitalarzt über die Administration der Klinik für Psychosomatik und Konsiliarpsychiatrie. Die Kosten werden von der Grundversicherung übernommen. Voraussetzung für die Teilnahme an der Gruppe ist ein persönliches Vorgespräch. Eine Teilnahme wird für 8 Sitzungen vereinbart.

Die genauen Daten werden nach Anmeldung bekannt gegeben.
Tel +41 71 494 12 01
psychosomatik@kssg.ch
Kantonsspital St.Gallen, Haus 33B

Zeiten
1x wöchentlich
90 Minuten