Lehre & Forschung

Die Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin ist engagiert, klinische Studien und Forschungsprojekte im Bereich Grundlagenforschung durchzuführen und ist anerkannte Weiterbildungsstätte der Kategorie A.

Studien

Als innovative Klinik auf universitärem Niveau führen wir verschiedene wissenschaftliche Studien und Projekte durch. Helfen Sie uns, einen Schritt weiter zu kommen und informieren Sie sich über unsere laufenden Studien. Aktuell ist eine Studienteilnahme bei folgenden Krankheiten möglich:

Idiopathische Lungenfibrose Studie

Aktuell bieten wir eine Studie zur Idiopathischen Lungenfibrose an. Bitte informieren Sie sich direkt bei uns, damit wir ihnen die Informationen über die Studie geben können.

Sind Sie interessiert, an einer Studie teilzunehmen? In einem persönlichen Gespräch klären wir gerne Fragen, geben Ihnen detailliertere Informationen und besprechen, ob eine Teilnahme in Frage kommt.

071 494 36 92

 

Grundlagenforschung

Das pneumologische Forschungszentrum analysiert Lungenerkrankungen auf genetischer Ebene mit DNA- und RNA-Analysen sowie mit Zellkulturen. Dies verbessert die tägliche klinische Praxis bis hin zu massgeschneiderten personifizierten Therapien. Es wird eine schweizweite Biobank für Lungengewebsproben zur genetischen Analyse gepflegt.

Neue Technologien der Genexpression-Microarrays helfen Gen-Strukturen zu identifizieren, welche ermöglichen, die Diagnose und Prognose für Patienten mit Lungenkarzinom besser zu klassifizieren. Dies ermöglicht ein besseres Verständnis therapeutischer Mechanismen auf zellulärer und genetischer Ebene, wie beispielsweise der Chemotherapie oder der Steroidtherapie. Hierfür ist das pneumologische Forschungszentrum auch bei der Erarbeitung neuester statistischer und rechnerischer Methoden involviert.

Multizentrische, teilweise industriegesponserte Studien, sowie die direkte Zusammenarbeit mit pharmakologischen Unternehmen gehören ebenfalls zu den Forschungsaktivitäten. Ebenso im Bereich der Schlafmedizin werden Projekte von grossem Interesse durchgeführt.

Forschungs-Projekte

Lungenkrebs

Lungenkrebs ist die häufigste Ursache für krebsbedingte Mortalität bei Männern und Frauen. Das Projekt SGLBB Biobank schlägt vor, eine Lungengewebe- und Blutprobensammlung für Patienten mit Verdacht auf Lungenkrebs zu erstellen. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt mit den Abteilungen Pathologie, Thoraxchirurgie und Onkologie am Kantonsspital St.Gallen.

Genomische Projekte im Zusammenhang mit der SGLBB Biobank helfen, die Pathomechanismen verschiedener Lungenerkrankungen zu verstehen, neuartige Therapien zu identifizieren und das Ergebnis des Patienten vorherzusagen.
Bis heute wurden über 600 Patienten befragt, darunter die häufigsten Diagnosen Adenokarzinom (198 Proben) und Plattenepithelkarzinom (144).

SAKK

Die klinische Studie SAKK 19/05 ist ein Kooperationsprojekt mit der Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Klinische Krebsforschung (SAKK). Mithilfe der Exon-Array-Technologie konnten neue Biomarker für die gezielte Therapie bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) identifiziert werden.

Pulmonale Fibrose

Die idiopathische pulmonale Fibrose (IPF) ist die häufigste Form von idiopathischen interstitiellen Pneumonien, die durch einen fortschreitenden Verlust von Lungenvolumina, eingeschränkte therapeutische Möglichkeiten und hohe Mortalität gekennzeichnet ist.

In einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Universitätsspital Basel und dem Inselspital Bern (Sinergia) haben wir die RNA-Sequenzierungstechnologie genutzt, um die Wirkmechanismen und die antifibrotischen Eigenschaften von Lungen-abgeleiteten mesenchymalen Stammzellen bei IPF besser zu verstehen.

Belastungstests mit COPD-Patienten

Ein 6-Minuten-Gehtest (6MWT) wird üblicherweise durchgeführt, um die Belastbarkeit von Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) zu quantifizieren. Wir benutzten tragbare drahtlose kardiopulmonale Übungstestgeräte, um die Sauerstoffaustauschkinetik von Atemzug zu Atemzug während des Trainings zu messen. Wir konnten signifikante Unterschiede in der Sauerstoffkinetik im Zusammenhang mit der Schwere der Erkrankung bei COPD finden.

Telemedizin

Schlaf-Apnoe

Das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) ist die häufigste schlafbezogene Atmungsstörung. In einer aktuellen Studie haben wir 113 OSAS-Patienten durch Telemetrie-getriggerte Eingriffe am Gerät verfolgt. Wir fanden heraus, dass telemetrisch ausgelöste Interventionen einen signifikanten Einfluss auf die Adhärenzrate in der frühen CPAP-Behandlung haben.

COPD

Es liegen nur wenige Daten über die Entwicklung der Lebensqualität bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) vor. Unser Ziel war es, die Entwicklung der CAT in einer Telehealthcare (THC)-Kohorte zu untersuchen und deren Potential zur Vorhersage von Exazerbationen zu untersuchen. Unsere Schlussfolgerungen zeigten, dass die Evolution von CAT helfen kann, das Risiko einer zukünftigen Exazerbation bei Patienten mit COPD einzuschätzen.

EMPA

In einem Kooperationsprojekt mit der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungsanstalt) haben wir ein neues Wearable-Gerät zum Screening von Patienten mit Schlafapnoe getestet. Das Ziel dieser Studie ist es, den diagnostischen Wert eines tragbaren elektrokardiographischen (EKG) Aufnahmesystems (EKG-Band) bei Patienten zu bewerten, die auf mögliche Schlafapnoe untersucht wurden.

Medizinische Statistik der Krankenhäuser (BfS)

COPD

COPD ist weltweit mit einer relevanten Krankheitslast und hoher Mortalität assoziiert. Das ist jedoch eine häufig vermeidbare und behandelbare Krankheit. Aus einem Datensatz des Bundesamtes für Statistik haben wir mehrere Recherchen durchgeführt. Unser Ziel war es, die Prävalenz und Clusterung von Komorbiditäten im Zusammenhang mit COPD zu untersuchen und deren Auswirkungen auf klinisch relevante Endpunkte abzuschätzen. Eine Reihe von Komorbiditäten war mit schlechterem Ausgang assoziiert. Wir konnten COPD-assoziierte Cluster von COPD-Komorbiditäten identifizieren.

Sarkoidose

Sarkoidose ist eine Multisystemerkrankung mit einem unvorhersehbaren und manchmal tödlichen Verlauf, während der zugrundeliegende Pathomechanismus noch unklar ist. Unser Ziel war es, die jüngsten Mortalitäts- und Hospitalisierungsraten sowie die zugrunde liegenden Komorbiditäten von hospitalisierten Sarkoidosepatienten in der Schweiz zu untersuchen.
FAZIT: Ein schlechteres Ergebnis wurde bei Sarkoidose-Patienten beobachtet, bei denen eine assoziierte respiratorische Erkrankung gleichzeitig auftrat. Darüber hinaus war das Alter ein wichtiger Risikofaktor für einen erneuten Krankenhausaufenthalt.
In einem weiteren Kooperationsprojekt mit der Klinik für Infektiologie des Kantonsspitals St.Gallen wollten wir den Effekt des Alters als Risikofaktor für die Hospitalisierung bei Pneumokokken-Pneumonie und die Verlängerung der Verweildauer und Mortalität quantifizieren. Wir haben eine Datenbank aller Krankenhausaufenthalte in der Schweiz verwendet.

Zukünftige Projekte

COPD

Die Rolle von körperlicher Aktivität, Mangelernährung und Sarkopenie für die Vorhersage akuter Exazerbationen und die Entwicklung des COPD-Bewertungstests (CAT) bei Patienten mit COPD. Wir planen, den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität, Unterernährung und Sarkopenie und dem Auftreten von akuten Exazerbationen der COPD (AECOPD) / der Entwicklung des COPD-Bewertungstests (CAT) über 1 Jahr in einer Telehealthcare (THC) -Kohorte von Patienten zu untersuchen. mit COPD.

Tuberkulose

Entwicklung eines Hustenüberwachungsalgorithmus für Atemwegserkrankungen. Wir möchten ein neues Mittel entwickeln, um Husten mit bereits vorhandener Technologie wie einem Mobiltelefon zu erkennen und zu analysieren. Diese Technologie wird angewendet, um das Potenzial für die Verwendung von Hustenerkennung als Biomarker für Atemwegserkrankungen, bei denen Husten ein Leitsymptom ist, wie Tuberkulose, die sowohl in Südafrika als auch in der Schweiz ein großes Problem für die öffentliche Gesundheit ist, zu untersuchen. Unser Ziel ist es, Algorithmen zu entwickeln, die für den Einsatz auf Mobiltelefonen geeignet sind, um Husten zu erkennen und zu zählen und sie in einer prospektiven explorativen Machbarkeitsstudie von anderen Geräuschen zu unterscheiden.

Forschungsteam


  Dr.
 
  Florent
 
  Baty

Dr. Florent Baty

Leiter Forschung
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  Sandra
 
  Widmer

Sandra Widmer

Study Nurse
 
  Kei
 
  Kozu

Kei Kozu

Forschungsassistentin
 
  Ursina
 
  Tschirren

Ursina Tschirren

Study Nurse

  Dr.
 
  Maximilian
 
  Bösch

Dr. Maximilian Bösch

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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