Aufgrund der aktuellen Situation wird der 1. Patiententag Komplementäre und Integrative Onkologie verschoben. Der Anlass wird neu voraussichtlich im Juni 2021 stattfinden.


Unsere stellvertretende Zentrumsleiterin, Dr. Urte Rieger berichtet über komplementärmedizinische Behandlungsmöglichkeiten von Symptomen, die mit der Krebserkrankung und den onkologischen Behandlungen in Zusammenhang stehen. Dr. Rahel Hautle, Onkologin und Kursleiterin Mind-Body-Medicine am Kantonsspital St.Gallen, erklärt Ihnen die Verbindung zwischen Körper und Psyche und wie die Selbstwirksamkeit verstärkt werden kann. Die Berner Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta gibt Ihnen wertvolle Hinweise und Informationen zur bewussten Ernährung. Zum Abschluss hören Sie einen inspirierenden und eindrücklichen Beitrag von Martin Inderbitzin, Neurowissenschaftler, Betroffener und Gründer von My Survival Story.

Am Nachmittag haben Sie und Ihre Begleitperson die Möglichkeit je zwei verschiedene Workshops zu besuchen. Hier erfahren Sie mehr über ausgewählte Therapien wie die Misteltherapie, erhalten einen tieferen Einblick in die Funktion und Wahrnehmung unseres Gehirnes, oder erlernen einfache Übungen und Anwendungen für Zuhause. Namhafte ärztliche, therapeutische und pflegerische Expertinnen und Experten begleiten Sie dabei.   

Der Patiententag wird unter der fachärztlichen Leitung von Prof. Dr. Christoph Driessen, Chefarzt der hiesigen Klinik für Medizinische Onkologie, sowie Dr. Marc Schlaeppi, Zentrumsleiter des Zentrums für Integrative Medizin, durchgeführt. Durch das Programm führt Dr. Stefan Hägele-Link, Leitender Arzt am Zentrum für Integrative Medizin.  

Wir heissen Sie am Patiententag herzlich willkommen und freuen uns auf einen regen Austausch!  

 

Programm

08:30 - 09:00 Ankunft und Registrierung
Welcome Desk
09:00 - 09:15 Begrüssung und Einführung
Prof. Dr. C. Driessen, St.Gallen/Dr. M. Schlaeppi, St.Gallen
09:15 - 10:00 Krebssymptome - Wie kann Komplementärmedizin unterstützen? (mit Diskussion und "Atempause")
Dr. U. Rieger, St.Gallen
10:00 - 10:45 Stärkung von Körper und Seele durch Selbstwirksamkeit. Das Mind-Body-Konzept am Kantonsspital St.Gallen (mit Diskussion und "Atempause")
Dr. R. Hautle, St.Gallen
10:45 - 11:15 Pause
11:15 - 12:00 Bewusste Ernährung - Was hilft bei Krebs? (mit Diskussion und "Atempause")
M. Botta, Ittingen
12:00 - 13:15 Lunch
13:30 - 14:30 Workshops 1. Durchführung
(unten aufgeführt)
14:30 - 14:45 Wechsel Workshops
14:45 - 15:45 Workshops 2. Durchführung
(unten aufgeführt)
15:45 - 16:30 Pause
16:30 - 17:15 Trotzdem ja zum Leben sagen
M. Inderbitzin PhD, Zürich
17:15 Schlusswort
Dr. M. Schlaeppi, St.Gallen


Workshops

  • Kunsttherapie - ein wertvoller Baustein zur Selbstfindung und Regeneration
    M. Pellmann, St.Gallen
  • Heileurythmie - sanfte Bewegung, starke Wirkung 
    A. Windler MA, St.Gallen
  • Rhythmische Einreibungen und Wickel - Die Kunst der äusseren Berührung
    M. Layer MAS, St.Gallen
  • Bewusste Ernährung - Was hilft bei Krebs? 
    M. Botta, Ittingen
  • Misteltherapie in der Onkologie 
    Dr. C. Bertotto, St.Gallen
  • Meridiane und Akupunktur, Tuina und Akupressur - Wirkung und Anwendung 
    Dr. R. Listyo, St.Gallen
  • Mind-Body-Medicine - Alte Gewohnheiten verändern, aber wie?  
    Dr. R. Hautle, St.Gallen
  • Die Fachberatung für Cancer Survivors und ihre Angehörigen. EIn Teil der Nachsorge im interdisziplinären Kontext
    S. Stoll, Krebsliga Ostschweiz
  • Wie unser Hirn die Welt wahrnimmt - Neurowissenschaftliche Einsichten zum Thema Stressbewältigung
    M. Inderbitzin PhD, Zürich
     

 

Referentinnen und Referenten

Corrado Bertotto

Dr. med. Corrado Bertotto, Oberarzt
Ich bin in Turin, Italien geboren. Schon während meines Medizinstudiums besuchte ich das anthroposophische Ärzteseminar. Seit 20 Jahren arbeite ich in der Schweiz integrativ-medizinisch im Bereich der Allgemeinen Inneren Medizin und Onkologie. Von 2009 bis 2016 leitete ich die onkologische Abteilung der Ita Wegman Klinik in Arlesheim und setzte mich intensiv mit den Misteltherapien auseinander. Seit März 2019 bin ich im Zentrum für Integrative Medizin am KSSG tätig. Es ist ein langer und gewaltiger Prozess, den Schritt zu schaffen, die Krankheit auch als Chance anzusehen. Es ist wunderbar für mich als Arzt zu erleben, wenn der Patient dahin kommt. Aber ich kann ihn auf diesem Weg nur begleiten und unterstützen - gehen muss ihn jeder Patient selbst.

Marianne Botta, Lebensmittelwissenschaftlerin ETH 

Dr. Rahel Hautle

Dr. med. Rahel Hautle, Oberärztin  
Schon sehr lange habe ich meine Liebe zu den Menschen in ihrer Vielfalt entdeckt und diese hat mich zum Medizinstudium bewogen. Dabei habe ich in der Onkologie eine Spezialisierung gefunden, wo angesichts der oft aufscheinenden existenziellen Fragen mehr Nähe zum Mensch an sich möglich war. Die eigene Erfahrung hat mich zur Atemarbeit geführt als eine Möglichkeit, unter Einbezug der Körperwahrnehmung als Mensch in Beziehung zu wachsen. Schliesslich habe ich dank der Weiterbildung in Mind-Body-Medizin die Möglichkeit gefunden, meine Tätigkeiten als Ärztin und als Atemtherapeutin näher zusammen zu bringen.

Monika Layer

Monika Layer, MAS, Fachleiterin Integrative Pflege 
Die Freude daran, Menschen in ihrem Alltag zu begleiten und zu unterstützen, wenn sie aufgrund von Krankheit oder anderen Einschränkungen dazu selbst nicht mehr in der Lage sind, hat mich in den Pflegeberuf geführt. Insbesondere die Äusseren Anwendungen begeistern mich, da man dort auf relativ einfache Weise wirkungsvoll und nebenwirkungsfrei unterstützen kann – nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf seelisch-mentaler Ebene. Als Fachleiterin Pflege am Zentrum für Integrative Medizin bin ich Mitglied des Leitungsgremiums des Zentrums und tätig in der direkten Patientenbehandlung, der Schulung von Pflegenden am Kantonsspital St.Gallen und in der Durchführung von Projekten.

Rudiharjanto Listyo

Dr. med. Rudiharjanto Listyo, Konsiliararzt  
Nach gründlicher Ausbildung bei den Ärztegesellschaften in der Schweiz, in Deutschland und in China beschäftige ich mich seit 2000 intensiv mit der Traditionellen Chinesischen Medizin. Sie bringt bedeutende ergänzende Perspektive zur Schulmedizin, mit der Möglichkeit, die Behandlung
verschiedener therapieresistenten Symptome effektiv zu unterstützen.

Mechthild Pellmann

Mechthild Pellmann, dipl. Kunsttherapeutin (FH)
Ich habe mein fünfjähriges Vollzeitstudium an der Fachhochschule Ottersberg (Deutschland), absolviert. Neben der Erfahrung in Spitälern konnte ich im Ausland Menschen aus verschiedensten Kulturen kunsttherapeutisch begleiten. Seit 2013 arbeite ich im Zentrum für Integrative Medizin am KSSG. Für den Patienten können diese Stunden eine Zeit bedeuten, in der er jenseits von Krankheit und Alltag ganz bei sich sein kann. Auch besteht die Chance Perspektiven für das eigene Leben neu zu ordnen.

Urte Rieger

Dr. med. Urte Rieger, Oberärztin mbF
Bereits während meines Studiums und der Weiterbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin wuchs in mir das Bedürfnis, das Studiumwissen mit einer geistig-seelischen Ebene zu ergänzen. Diese Ergänzung habe ich in der anthroposophischen Medizin gefunden. Hier am KSSG kann ich diesen Tätigkeitsschwerpunkt, der eine achtsame Wahrnehmung der Patienten-Individualität voraussetzt, und sie einer „natürlichen“ Therapie zuführt, meinen Patient/innen anbieten, und dies in Zusammenarbeit mit einer auf hohem Niveau arbeitenden Schulmedizin.

Sarah Stoll

Sarah Stoll, Fachberaterin Cancer Survivorship
Seit über 25 Jahren beschäftige ich mich mit der Begleitung und Beratung onkologischer Patientinnen und Patienten und ihre Nächsten. Ich konnte mir mit diversen Weiterbildungen und viel Erfahrung ein Expertenwissen aneignen welches gepaart mit der Berufung die ich für meine Tätigkeit empfinde, zu einer Herzensangelegenheit wurde. Für mich steht eine möglichst gute Lebensqualität im Zentrum des Lebens. Auch nach schwerer Krankheit ist es möglich, in eine neue Realität zu finden, die lebenswert ist.

Andrea Windler

Andrea Windler, dipl. Heileurythmistin MA
Bedingt durch das familiäre Umfeld wurde bei mir schon früh das Interesse für die Heilpädagogik geweckt. Dies führte dazu, dass ich zuerst einen heilpädagogischen Beruf ergriff. Hierbei lernte ich die Eurythmie kennen und schätzen. Es folgte noch ein Eurythmiestudium mit anschliessender Unterrichtstätigkeit vom Kindergartenalter bis in die Oberstufe. Hier begegnete ich Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf, so dass ich mich noch zur Heileurythmistin weiterbildete und somit den therapeutischen Impuls wieder aufgreifen und vertiefen konnte. Seit 2012 bin ich hier am KSSG am Zentrum für Integrative Medizin als Heileurythmistin tätig und darf nun Menschen mit chronischen Erkrankungen und deren besonderen Fragestellungen mit der Heileurythmie unterstützend begleiten.