Rotatorenmanschettenrekonstruktionen: arthroskopische und offene Techniken

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Die Rotatorenmanschette ist ein Mantel von Sehnen und Muskeln, die den Oberarmkopf umgeben, welche die unterschiedlichen Bewegungen ermöglichen und den Oberarmkopf während der Bewegungsvorgänge in der Gelenkspfanne des Schulterblatts zentriert halten.

Definition

Die Schulter ist das Gelenk mit dem grössten Bewegungsumfang im menschlichen Körper. Entsprechend diesem Umstand ist das knöcherne Widerlager sehr klein. Um trotzdem stabile Verhältnisse zu haben, braucht es stabilisierende und zentrierende Kräfte. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Rotatorenmanschette, ein Mantel von Sehnen und Muskeln, die den Oberarmkopf umgeben, die die unterschiedlichen Bewegungen ermöglichen und die den Oberarmkopf während der Bewegungsvorgänge in der Gelenkspfanne des Schulterblatts zentriert halten. Im einzelnen besteht die Rotatorenmanschette aus den Muskeln Subscapularis, Supraspinatus, Infraspinatus und Teres minor, die jeweils spezifische Bewegungsfunktionen besitzen.

Im Verlauf der natürlichen Alterung kann es zu einer Qualitätseinbusse des Gewebes im Bereich der Rotatorenmanschette kommen. Es kann eine sogenannte Rotatorenmanschettenläsion oder –riss entstehen. In selteneren Fällen kann dies auch durch einen Unfall verursacht sein. Ist einer der Muskeln, oder auch nur ein Teil eingerissen, funktioniert das Zusammenspiel der Muskeln oft nicht mehr. Es kommt nun zu einem Ungleichgewicht mit fehlender Zentrierung des Gelenkes. Schmerzen, Instabilität, Bewegungseinschränkung und schnellere Abnützung (Arthrose) sind mögliche Folgen.

Besteht der Sehnenriss über einen längeren Zeitraum führt dies zu einem Verlust vom Muskelfunktionsgewebe, der nicht mehr wiederhergestellt werden kann.

Operation

Die offenen oder arthroskopischen Rotatorenmanschetten-Rekonstruktionen werden bei uns routinemässig abhängig von Grösse und Lokalisation des Risses durchgeführt.

Der Eingriff dient dazu, den abgerissenen Muskelanteil wieder zu befestigen und die Kontinuität und Funktionalität der Rotatorenmanschette wiederherzustellen.

Dauer Spitalaufenthalt

Spitalentlassung am 2. bis 4. Tag nach der Operation.

Nachbehandlung

Diese richtet sich nach der Grösse des Risses der Rotatorenmanschette. Bei kleineren Läsionen darf die Schulter nach dem Eingriff während 4 Wochen nur passiv bewegt werden, während dies bei grösseren Rupturen 6 Wochen der Fall ist. Eine Armschlinge sollte in beiden Fällen ca. 6 Wochen getragen werden. Anschliessend kann der aktive und passive Kraft-und Bewegungsaufbau begonnen werden.

(Teil-/) Arbeitsunfähigkeit

Für körperliche Tätigkeiten 3 bis 4 Monate

Ihre Ansprechpersonen

Bernhard Jost

Prof. Dr. Bernhard Jost

Chefarzt / Leiter Schulter-Ellbogen
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Foto von PD Dr. Christian Spross

PD Dr. Christian Spross

Leitender Arzt / Stv. Leiter Schulter-Ellbogen
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Michael Badulescu

Dr. Michael Badulescu

Leitender Arzt / Leiter Orthopädie und Traumatologie Rorschach
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Foto von Dieter Weber

Dieter Weber

Leitender Arzt Orthopädie und Traumatologie Flawil
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