Neuroorthopädische Sprechstunde

für Patienten, welche an neurologischen oder neuromuskulären Erkrankungen leiden

Dank heutiger Medizin werden Patientinnen und Patienten mit neurologischen oder neuromuskulären Einschränkungen bedeutend älter. Die Nachbetreuung im Erwachsenenalter wird darum zusätzlich wichtig und unabdingbar.
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Dr. Eva Koch

Die neuro-orthopädische Sprechstunde wurde etabliert für Patienten mit Beeinträchtigung im Bereich des Bewegungsapparates aufgrund einer neurologischen oder neuromuskulären Erkrankung. Entstanden ist die neuro-orthopädische Sprechstunde als Transitions-Sprechstunde für betroffene Patienten des Ostschweizer Kinderspitals St. Gallen, die nach Erreichen des Erwachsenenalters dort nicht weiter betreut werden können.

 

Da aufgrund der neurologischen Grunderkrankung häufig der gesamte Bewegungsapparat betroffen ist, bietet die neuro-orthopädische Sprechstunde eine direkte und fachspezifische Anlaufstelle mit der Möglichkeit des Zuzugs des Gelenksspezialisten bei Bedarf. Neben der orthopädischen Betreuung ist eine Betreuung / Abklärung / Unterstützung / Verordnung bei der Hilfsmittelversorgung und Orthesenversorgung möglich. Neben Patienten mit neurologischer Grunderkrankung bieten wir eine orthopädische Betreuung von Patienten mit Dysmorphie-Syndrom, Chromosomen-Anomalien, Meningomyelocele und Arthrogryposis multiplexa congenita an. Auch bei seltenen Krankheitsbildern (Orphan Disease, Rare Disease) kann eine orthopädische Begleitung über die neuro-orthopädische Sprechstunde erfolgen.

Seit September 2013 findet unter der Leitung einer orthopädischen Spezialfachärztin 1x wöchentlich die neuro-orthopädische Sprechstunde statt. In die Behandlung können je nach Bedarf neben der Familie oder Beistandschaft auch Orthopädie-Techniker, die betreuende Bezugspflege sowie die Physiotherapeuten miteinbezogen werden.