Tiefe Hirnstimulation

Deep Brain Stimulation (DBS)

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  • St.Gallen
Die tiefe Hirnstimulation ist eine Methode, bei der millimetergenau Elektroden mit Hilfe eines geometrischen Systems (stereotaktischer Rahmen) in das Gehirn eingebracht werden. Durch die Verbindung der Elektroden mit einem unter der Haut implantierten Schrittmacher wird über schwache elektrische Impulse die Funktion der Nervenzellen kontinuierlich beeinflusst.

Da das Hirn als Organ selbst schmerzunempfindlich ist, kann das Einbringen der Elektroden am wachen, kooperativen Patienten erfolgen. Der Vorteil hier ist, dass der Effekt der Stimulation unter der Operation ausgetestet werden und bei Auftreten von Nebenwirkungen eine Anpassung der Lage der Elektrode vorgenommen werden kann.

Der Eingriff wird bei den Patienten in Vollnarkose durchgeführt, die eine Operation im Wachzustand nicht wünschen bzw. denen ein solcher Eingriff im Wachzustand nicht zugemutet werden kann.

Die Genauigkeit der Lage der Elektroden beruht dann insbesondere auf der Planung an Hand der MRI-Bilder des Gehirns des Patienten. Eine optimale Darstellung der individuellen Anatomie des Patienten wird durch ein separates MRI in Narkose erreicht.

Eine komplette Rasur der behaarten Kopfhaut ist für die tiefe Hirnstimulation nicht erforderlich.