Kantonsspital St.Gallen im Portrait

Kompetent, umfassend, nah

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Ein innovatives Zentrumsspital

Das Kantonsspital St.Gallen übernimmt in der Ostschweiz eine tragende Rolle im Spitalwesen und ist der grösste Arbeitgeber in der Region. Das Unternehmen stellt die spezialisierte und überregionale Zentrumsversorgung im Einzugsgebiet der Ostschweiz sowie die Grundversorgung in den Regionen St.Gallen, Rorschach und Flawil sicher. Die Spitäler Rorschach und Flawil sind auf allen Ebenen – medizinisch, logistisch und personell – voll integrierte Bestandteile des Unternehmens Kantonsspital St.Gallen.

Das Kantonsspital St.Gallen bietet fächerübergreifende Zentrumsmedizin auf universitärem Niveau an. Durch die interdisziplinäre und interprofessionelle Vernetzung der Fachkräfte aus rund 50 Kliniken, Instituten und medizinischen Kompetenzzentren können die Patienten umfassend abgeklärt, behandelt und betreut werden.

Die Weiterentwicklung der zentrumsmedizinischen Leistungen wird durch anwendungsorientierte Forschung ergänzt und unterstützt. Zudem ist das Kantonsspital St.Gallen an zukunftsweisenden Forschungsprojekten aktiv beteiligt. Dies ermöglicht den Patienten Zugang zu Behandlungsmethoden auf höchstem Niveau und zeichnet das Kantonsspital St.Gallen als innovatives sowie zukunftsorientiertes Spital über die nationalen Grenzen hinweg aus.

Ziel des Kantonsspitals St.Gallen ist es, Menschen fachkompetent und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zu behandeln, zu pflegen und zu beraten. Das Unternehmen will wirtschaftlich vertretbare und qualitativ hochstehende medizinische Leistungen anbieten. Dafür arbeiten am Kantonsspital St. Gallen rund um die Uhr über 5 500 Mitarbeitende Hand in Hand.

Stetige Weiterentwicklung - zielgerichtet und vernetzt

Das Kantonsspital St.Gallen bietet qualitativ hochstehende Zentrumsmedizin auf universitärem Niveau an. Dabei nehmen unter anderem Forschung und Entwicklung eine wichtige Rolle ein.

Im Fokus der Forschungsaktivitäten steht die patientenbezogene klinische Forschung. Deren optimale Unterstützung wird durch die Clinical Trials Unit sichergestellt, über die das Kantonsspital St.Gallen als einziges nicht universitäres Spital in der Schweiz verfügt. Dieses spitalweite Kompetenzzentrum fördert die forschenden Mitarbeitenden bei der Planung und Durchführung klinischer Studien.

Um den Wissenstransfer aus Forschung und Entwicklung zu gewährleisten, arbeitet das Kantonsspital St. Gallen eng mit renommierten Institutionen und spezialisierten Partnern zusammen. Mit der Empa, dem international anerkannten Forschungsinstitut in den Bereichen Materialwissenschaften und Technologieentwicklung, hat das Kantonsspital St.Gallen einen starken Forschungspartner mit Fachkompetenzen, die sich ideal ergänzen. Die verschiedenen Kooperationsprojekte verfolgen das Ziel, die angewandte medizinische Forschung in der Ostschweiz und deren internationale Ausstrahlung zu stärken, wodurch sich Mehrwerte für die Patienten ergeben.

Das Kantonsspital St.Gallen verfügt über elf Leistungsaufträge im Bereich der Hochspezialisierten Medizin (HSM). Es handelt sich um Leistungsbereiche, die einer schweizweiten Konzentration bedürfen und durch ein interkantonales Gremium (IVHSM) koordiniert sowie vergeben werden. Dies unterstreicht auf nationaler Ebene die Stellung des Kantonsspitals St.Gallen als Anbieter spezialisierter Medizin auf höchstem Niveau.

Mit all diesen Schwerpunkten verfolgt das Kantonsspital St.Gallen das Ziel, die Qualität der medizinischen Leistungserbringung kontinuierlich zu erhöhen und den Patienten den Zugang zu fortschrittlichen Behandlungsmethoden zu ermöglichen. Damit stärkt das Kantonsspital St.Gallen sein nationales und internationales Renommee als kompetentes und zukunftsorientiertes Zentrumsspital.

Ein breites Leistungsangebot - interdisziplinär und interprofessionell

Die demografische Entwicklung der Bevölkerung erfordert ein stetig komplexeres Behandlungsspektrum. Daneben wird mit zunehmender Spezialisierung in der Medizin eine optimal abgestimmte Zusammenarbeit der Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen immer zentraler. Das Kantonsspital St.Gallen reagiert auf diese Entwicklungen unter anderem mit folgenden Projekten:

Mit dem Aufbau des Comprehensive Cancer Center (CCC) wird ein interdisziplinäres und interprofessionelles Zentrum geschaffen. Es verfolgt das Ziel, die Behandlung der an Krebs erkrankten Patienten kontinuierlich zu verbessern und stets an die höchsten internationalen Standards anzugleichen. Dabei soll der Informationsfluss mit den Zuweisern und Patienten zu jedem Behandlungszeitpunkt sichergestellt werden. Durch koordinierte Abläufe lassen sich gezielt Schnittstellen reduzieren und Engpässe abbauen, sodass für die Patienten die bestmögliche Leistung erbracht werden kann.

Um mit einer optimalen Versorgung auf die steigende Zahl an Gefässerkrankungen zu reagieren, wurde per 1. Januar 2017 das interdisziplinäre Ostschweizer Gefässzentrum eröffnet. Es fasst die Kliniken für Angiologie, Gefässchirurgie und den Fachbereich Interventionelle Radiologie zusammen. Als einziges nicht universitäres Zentrum bildet es angehende Fachärzte auf dem höchsten Niveau aus und übernimmt im gefässmedizinischen Bereich zahlreiche komplexe Spezialfälle aus der gesamten Region.

Der Fortschritt in der Bildgebung und die demografische Entwicklung führen dazu, dass der Bedarf an radiologischen und nuklearmedizinischen Untersuchungen weiter zunimmt. Daher erweitert das Kantonsspital St.Gallen das radiologische und nuklearmedizinische Angebot Mitte 2017 mit einem spitalexternen Standort in Rorschach. Künftig werden in Rorschach diagnostische Einheiten in der Magnetresonanztomographie (MRT) und der Positronen-Emissions-Tomographie mit CT-Einheit (PET/CT) angeboten. Damit können die Wartezeiten am Standort St.Gallen verkürzt und das diagnostische Angebot in Rorschach erweitert werden.

Mit diesen und vielen weiteren konkreten Projekten verfolgt das Kantonsspital St.Gallen das Ziel, Patienten künftig noch umfassender betreuen zu können und insbesondere bei komplexen Problemstellungen fächerübergreifend ein auf den Patienten zugeschnittenes, umfassendes medizinisches Behandlungskonzept anzuwenden.

Zukunftsweisend für die Ostschweiz

Das Kantonsspital St.Gallen nimmt in der Ostschweiz eine tragende Rolle im Gesundheitsmarkt ein und trägt wesentlich zur Standortattraktivität der Region bei. Zudem erwirtschaftet das Unternehmen als grösster Arbeitgeber im Kanton St.Gallen rund zwei Drittel seines Gesamtumsatzes in der Region.

Als grösster Ausbildungsbetrieb übernimmt das Kantonsspital St.Gallen mit seinen rund 700 Ausbildungsplätzen eine wichtige Bildungsfunktion. Zudem sind über 800 Ärzte täglich im Einsatz. Viele von ihnen engagieren sich neben ihrer Haupttätigkeit im Spital als kompetente Lehrkräfte an diversen medizinischen Fakultäten im In- und Ausland. Von den über 50 Kliniken, Bereichen und Zentren sind 35 vom Schweizerischen Institut für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) als Weiterbildungsstätten der höchsten Stufe A anerkannt. Somit finden junge Ärzte, die einen Facharzttitel anstreben, am Kantonsspital St.Gallen in den meisten Disziplinen die höchstmögliche Weiterbildungsstufe vor.

Mit dem Kooperationsmodell Joint Medical Master soll die Rolle des Kantonsspitals St.Gallen als akademisches Lehrspital noch mehr an Bedeutung gewinnen. Das Angebot basiert auf einer Zusammenarbeit zwischen den Universitäten St.Gallen und Zürich mit dem Kantonsspital St.Gallen, dem Universitätsspital Zürich und den Regierungen St.Gallen und Zürich. Die Zeichen stehen gut, dass ab dem Herbstsemester 2020 vierzig Studierende ihr Medizinstudium auf Masterstufe in St.Gallen absolvieren können. Das Kantonsspital St.Gallen wertet dieses neue Angebot als grossen Gewinn für die Ostschweiz.

Ebenfalls zukunftsweisend für die Ostschweiz ist das Grossbauprojekt, das die etappierte Erneuerung des Kantonsspitals St.Gallen und den Neubau des Ostschweizer Kinderspitals auf dem Areal umfasst. Mit dem Bauvorhaben wird eine Infrastruktur geschaffen, die der medizinischen Entwicklung Rechnung trägt, die Betriebseffizienz erhöht und die räumliche Organisation gegenüber der heutigen Situation verbessert. Im Rahmen der Bautätigkeiten werden einige Gebäude abgebrochen. Die davon betroffenen Bereiche ziehen ins Haus 10 um, das gegen Ende 2017 fertiggestellt sein wird. Im Anschluss beginnen die Bauarbeiten für das Haus 07A. Mit diesen Vorhaben verfolgt das Kantonsspital St.Gallen das Ziel, auch in Zukunft eine treibende Kraft im Wirtschaftsraum Ostschweiz zu bleiben und seine wichtige Funktion als verantwortungsbewusster Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb weiterhin wahrzunehmen.