Skidaumen

UCL-Läsion, Gamekeeper´s Thumb (bei chonischen Überdehnungen), Stener-Läsion (Sonderfall)

  • An folgenden Standorten
  • St.Gallen
  • Rorschach
"Skidaumen" bezeichnet einen akuten, traumatischen Riss des Seitenbandes des Daumengrundgelenkes auf der dem Zeigefinger zugewandten Seite. Eine chronische Überdehnung (durch wiederholte, leichte Traumata) wird auch als "Gamekeeper´s Thumb" bezeichnet.

Es kann sich um eine reine Bandverletzung, oder um einen Ausriss des Bandes mit einem Stück Knochen (meist aus der Basis des Daumengrundgliedes) handeln. Einen Sonderfall stellt die sog. "Stener-Läsion" dar. Hierbei kommt es zu einem Umschlagen des Bandes um einen Muskelansatz. 

Bei frischen Verletzungen kann bei guter Lage des Bandes und Ausschluss einer Stener-Läsion in den meisten Fällen eine konservative Therapie erfolgen. Eine Stener-Läsion stell jedoch immer einen Grund zur Operation dar, da in diesem Fall auf Grund der Lage des Bandes eine Heilung von selbst nicht möglich ist. Bei älteren Verletzungen (>6 Wochen) ist im Normalfall ebenso eine Operation notwendig.

Ursache

Überdehnung des Daumens nach Handrückenwärts oder zur Seite. Der "klassische" Mechanismus, nach dem auch die Verletzung benannt ist, ist ein Hängenbleiben mit dem Daumen in einer Schlaufe eines Skistocks. Dieser Mechanismus ist jedoch heute eher selten geworden. 

Symptome

Schwellung v.a. Zeigefingerseitig am Daumengrundgelenk, Druckschmerz, Schmerzen bei Beugung des Daumes, Instabilität. Bei frischen Verletzungen überwiegen häufig die Schmerzen. Bei älteren Verletzungen berichten die Patienten meist über eine Instabilität mit "wegknicken" des Daumens, was z.B. das Halten grösser Gegenstände erschwert oder unmöglich macht.

Behandlungsmethoden

Der Skidaumen kann mit folgenden Methoden behandelt werden:

Diagnostik

Der Skidaumen kann mittels folgenden Untersuchungen diagnostiziert werden: