Dupuytren-Kontraktur

Morbus Dupuytren

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Die Erkrankung wird durch eine Verdickung einer Faszie in der Hohlhand verursacht. Diese Faszie - auch Palmaraponeurose genannt - befindet sich unter der Haut und dem Unterhautfettgewebe. Die Verdickung kann mit Knoten- oder Strangbildung einhergehen. Im Verlauf kommt es zu einem zunehmenden Einziehen der Finger in die Hohlhand mit der Unfähigkeit, den Finger ganz zu strecken. Eine Beteiligung der Beugesehnen liegt hierbei nie vor.

Wer ist von der Erkrankung betroffen?

Männer sind häufiger als Frauen von dieser Erkrankung betroffen, häufig finden sich auch mehrere Familienangehörige mit diesen Veränderungen. Es werden verschiedene Erkrankungen diskutiert, welche das Auftreten der Dupuytren-Kontraktur begünstigen könnten wie Diabetes, Epilepsie, Alkoholismus, Verletzungen oder ähnliche Veränderungen an Fusssohle oder Penis. Ein Zusammenhang konnte jedoch bisher nicht bewiesen werden. Die meisten von der Erkrankung betroffenen Patienten leiden unter keiner dieser Erkrankungen.

Welche Symptome liegen vor?

Die Erkrankung ist in den meisten Fällen schmerzfrei und gutartig. Als frühe Veränderung können sich Schwellungen über den streckseitigen Fingergelenken ausbilden (sog. knuckle pads). Bei einer zunehmenden Verdickung der Faszie können die betroffenen Finger zunehmend in die Hand hineingezogen werden. Am häufigsten sind Ring- und Kleinfinger betroffen. Im Verlauf kann es zu einer zunehmenden Einsteifung der Fingergelenke kommen.

Bei nur mild ausgeprägten Veränderungen ohne Bewegungseinschränkung oder alleinigem Vorliegen von "knuckle pads", ist die Behandlung noch nicht erforderlich. Sobald ein Funktionsverlust eintritt oder die Ausprägung der Erkrankung zunimmt, ist jedoch eine Behandlung ratsam.

Arbeitsunfähigkeit

In der Regel ca. 2 Wochen bei Bürotätigkeiten, 4-6 Wochen bei manuellen Tätigkeiten.

Wiederauftreten der Erkrankung

Bei der Dupuytren-Erkrankung handelt es sich um eine chronische Erkrankung. Eine dauerhafte Heilung ist nicht möglich. Sowohl Operationen als auch eine XIAPEX-Behandlung kann lediglich eine Verbesserung der Funktion und nie eine lebenslange Heilung erreicht werden. In der Fachliteratur schwanken die 5-Jahres-Wiederauftretensraten nach Operation zwischen 8 und 54%, bei Behandlung mit XIAPEX zwischen ca. 10 und 20%.