Interdisziplinäre Hirsutismus-Sprechstunde

  • An folgenden Standorten
  • St.Gallen
Der Fachbereich Endokrinologie und die Frauenklinik stellen mit der Hirsutismus-Sprechstunde ein interdisziplinäres gemeinsames Dienstleistungsangebot zur Verfügung, um Frauen mit vermehrter Behaarung die Möglichkeit zu geben, sich umfassend abklären und behandeln zu lassen.

Unter Hirsutismus versteht man das Auftreten von Haaren an Stellen, an denen sich bei der Frau normalerweise nur dünne Flaumhaare befinden. Diese Stellen befinden sich im Gesicht („Damenbart“), um den Bauchnabel, zwischen Nabel und Schamhaargrenze, an den Oberschenkelinnenseiten, am Rücken/Schulterpartien und im Bereich der Brust/Dekolleté. Die betroffenen Frauen können auch an sogenannten „Geheimratsecken“ leiden.

Eine häufige Ursache des Hirsutismus ist die Erhöhung von männlichen Hormonen, die an den Haarfollikeln wirken. Erhöhte männliche Hormonspiegel können darüber hinaus eine Neigung zu fettender Haut (Seborrhoe) und Akne verursachen. Nicht selten sind unregelmässige oder auch ausbleibende Periodenblutungen zu beobachten. In vielen Fällen sind diese Hormonveränderungen mit einer Gewichtszunahme assoziiert.

Viele Frauen leiden unter ihrer männlichen Behaarung und sind dadurch psychisch stark belastet. Um eine adäquate Behandlung anbieten zu können müssen vorher Erkrankungen ausgeschlossen werden.

  • Polyzystisches Ovarsyndrom (PCO-Syndrom)
  • Enzymdefekt der Nebenniere (Adrenogenitales Syndrom)
  • Tumore im Bereich der Nebenniere und des Ovars
  • Tumor im Bereich der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)

Dies erfolgt in der Regel durch eine detaillierte Anamneseerhebung, eine klinische und gynäkologische Untersuchung sowie mit gezielten Blutuntersuchungen; evtl. sind ergänzend radiologische Zusatzuntersuchungen notwendig.