Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Diabetes mellitus

  • An folgenden Standorten
  • St.Gallen
Der Diabetes äussert sich mit einer chronischen Störung des Blutzuckerstoffwechsels mit zeitweise oder ständiger Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

Der Körper produziert beim Diabetes nicht mehr genügend Insulin oder die Insulinwirkung ist nicht ausreichend. Insulin ist ein Hormon, welches gebraucht wird um u.a. Zucker und stärkehaltige Nahrungsmittel in Energie fürs tägliche Leben umzuwandeln.

Patienten mit neu entdecktem Diabetes besitzen häufig ein erhöhtes Durstgefühl, einen verstärkten Harndrang, verlieren an Gewicht uns sehen verschwommen. Die Symptome entwickeln sich nach Diabetes Typ unterschiedlich. Während sich die Symptome beim Typ 1 Diabetiker oft sehr rasch entwickeln, können Typ 2 Diabetiker lange Zeit keine Symptome oder nur unspezifische Allgemeinsymptome (Müdigkeit, Leistungseinbusse, erhöhte Infektanfälligkeit) aufweisen.

  • Diabetes mellitus Typ 1
    Der Typ 1 Diabetes beruht auf einer Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen, was zu einem absoluten Insulinmangel führt. Als Ursachen gelten heute das Zusammenwirken von erblicher Veranlagung, einer Fehlsteuerung des Immunsystems und äussere Faktoren. Oftmals manifestiert sich der Typ 1 Diabetes vor dem 40. Lebensjahr. Rund 5 - 15% der Patienten mit Diabetes haben einen Diabetes mellitus Typ1.
Diabetes Typ 1_Endokrinologie
  • Diabetes mellitus Typ 2
    Der Typ 2 Diabetes entsteht, wenn der Körper zwar noch Insulin produziert, aber nicht genug („relativer Insulinmangel“), oder die Körperzellen vermindert auf Insulin ansprechen („Insulinresistenz“). Auslösende Faktoren sind erblich und nicht-erblich, dabei spielen Bewegungsmangel und Übergewicht eine wichtige Rolle. Der Typ 2 Diabetes ist mit Abstand die häufigste Diabetesform und macht 85 - 95% der Personen mit Diabetes mellitus aus.
Diabetes Typ 2_Endokrinologie
  • Spezifische Diabetestypen
    Zu dieser Gruppe gehört eine Vielzahl von Erkrankungen, die zu erhöhten Blutzuckerwerten führen. Dazu zählen z. B. ein genetischer Defekt der Funktion der Insulin produzierenden Zellen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), hormonelle Erkrankungen und Medikamente (z. B. Steroide) als Auslöser. Diese Diabetesformen sind selten.
  • Gestationsdiabetes
    Dazu zählt jeder neu entdeckte Diabetes mellitus in der Schwangerschaft. Die Blutzuckerwerte sind normalerweise in der frühen Schwangerschaft tiefer als bei nicht-schwangeren Frauen. Erhöhte Blutzuckerwerte deuten in dieser Phase deshalb auf einen vorbestehenden Diabetes hin. Alle schwangeren Frauen sollten zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche, bei Risikofaktoren (z. B. übergewichtige Frauen, familiäre Belastung) bereits früher (in der 12. Schwangerschaftswoche), auf einen Gestationsdiabetes hin untersucht werden.