Narbenbruch Hernie

Narbenbrüche werden meist durch eine Gewebeschwäche der Narbe nach der Narbenheilung bedingt. Dabei kommt es zu einer Ausweitung der Narbe, durch welche Teile des Bauchinhalts, meist eine Dünndarmschlinge, unter die Haut treten und eine Wölbung hervorrufen können. Die meisten Hernien bedürfen eines operativen Eingriffs, um die Bruchlücke zu verschliessen und die Bauchwandintegrität wiederherzustellen.

Unsere Erfahrung

Am Kantonsspital St.Gallen finden jährlich rund 200 Narbenbruch-Operationen statt. Diese werden entweder im offenen Verfahren oder minimalinvasiv mittels Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) durchgeführt.

Diagnostik/Therapie

Diagnostik

Die Abklärung eines Bruches beinhaltet in den meisten Fällen eine körperliche Untersuchung. Selten sind auch Röntgenuntersuchungen oder eine Ultraschallabklärung nötig. Bruchleiden werden meist komplett in der prästationären Sprechstunde der Klinik für Chirurgie des Kantonsspitals St.Gallen abgeklärt.

Therapie

Die meisten Hernien bedürfen eines operativen Eingriffes zum Verschluss der Bruchlücke und zur Wiederherstellung der Bauchwandintegrität. Hierfür kommen verschiedene Operationsverfahren zur Anwendung. Grundsätzlich muss bei jedem Bruch die Bruchlücke verschlossen und vorgängig der Bruchinhalt in die Bauchhöhle zurück verlagert werden.

 

Behandlungsverlauf

Bei grossen Narbenbruchoperationen kann die Aufenthaltsdauer im Spital nach dem Eingriff bis zu zwei Wochen betragen.

Weitere Informationen

Nach Operationen an der Bauchdecke kann es nach der Narbenheilung zu einer durch die Gewebeschwäche der Narbe bedingten Ausweitung der Narbe kommen. Dabei kann durch die entstandene Lücke ein Teil des Bauchinhaltes unter die Haut treten. Meistens handelt es sich dabei um eine Dünndarmschlinge. Es entsteht die für eine Hernie übliche Schwellung. Hernien können im Bereich einer Schwachstelle in der Bauchwand entstehen, so auch im Bereich des Nabels (Nabelbruch) oder der Leiste (Leistenbruch).

Entstehung

Nebst Verstopfung, Schwangerschaft, Husten und das Heben schwerer Lasten, können auch Asthma und Prostataleiden sowie Übergewicht einen Narbenbruch begünstigen. Es kommt dabei jeweils zu einer Druckerhöhung im Bauchraum. Durch den Druck wir die Bruchlücke erweitert, wodurch das Bauchfell durch die Bruchlücke treten kann.

Brüche sind vor allem dann gefährlich, wenn sie akute Schmerzen verursachen. Treten starke Schmerzen auf, ist es möglich, dass sich zum Beispiel eine Darmschlinge in der Bruchlücke verfangen hat und abstirbt (Inkarzeration). In diesem Fall schwillt der eingeklemmte Teil des Darmes an und schneidet sich selbst die Blutzufuhr ab. Es kann auch zu einem Darmverschluss kommen. Der Bruchinhalt lässt sich in dieser Situation nicht mehr in den Bauchraum zurückschieben und muss so rasch als möglich operativ behandelt werden, da es sonst zu einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung kommen könnte.

In den meisten Fällen bleiben Brüche jedoch weitgehend ungefährlich und verursachen teils auch keine Schmerzen. Oftmals lässt sich der Bruchinhalt vorübergehend wieder in den Bauchraum zurückschieben, oder er verschwindet im Liegen im Bauchraum. Tendenziell werden Brüche mit der Zeit aber immer grösser, was zusätzliche Beschwerden verursachen kann.