Schmerzsprechstunde

Die Therapie von Schmerzen war wohl die ursprünglichste und sollte auch heute noch eine der wichtigsten Aufgaben der Ärzte sein.

Der akute Schmerz (z. B. bei Berührung eines heissen Gegenstandes) hat eine sinnvolle und lebenserhaltende Funktion, welche den Organismus warnt und schützt. Eine solche Schmerzwahrnehmung löst eine entsprechende Schutzreaktion aus (Wegziehen der Hand). Durch eine schmerzbedingte Ruhigstellung, kann die Wundheilung einer verletzten Extremität gefördert werden. Ein akuter Schmerz wird psychisch meist gut verarbeitet, und ist für den Betroffenen nachvollziehbar und verständlich.

Der chronische Schmerz hingegen wird zur eigenständigen Krankheit. Er hat seine Melde-, Schutz und Heilfunktion verloren. Mit dem Begriff der Chronifizierung wird versucht, somatische, psychologische und soziale Faktoren zu erfassen, die zur Ausbildung eines chronischen Schmerzzustandes führen. Folgen sind die zunehmende Beeinträchtigung der eigenen Lebensqualität, depressive Verstimmung, Reizbarkeit, eingeengte Interessen und die Belastung des sozialen Umfeldes, insbesondere der Familie. Die Aufmerksamkeit wird von der Umwelt weg auf den eigenen Körper gerichtet. Chronische Schmerzzustände sind für den Menschen nur schwer nachvollziehbar und finden nur wenig Verständnis.

Die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Rettungs- und Schmerzmedizin am Kantonsspital St.Gallen nimmt im Rahmen des Schmerzzentrums eine zentrale Rolle bei der Behandlung chronischer Schmerzzustände ein. Zum vereinbarten Termin nehmen wir uns genügend Zeit, um mit Ihnen die Krankheitsgeschichte zu erstellen, eine symptomorientierte Untersuchung vorzunehmen und einen Therapieplan zu erstellen. Bei Bedarf ziehen wir auch kompetente Ärzte und Therapeuten anderer Fachrichtungen in die Behandlung mit ein (= interdisziplinäre Zusammenarbeit).

Sekretariat Schmerzzentrum
Tel +41 71 494 30 85
schmerzzentrum@kssg.ch


Zeiten
täglich
08:00 - 17:00h


Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das Schmerzzentrum der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Rettungs- und Schmerzmedizin arbeitet eng mit dem Zentrum für Ergo- und Physiotherapie zusammen.